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Der Hauptstadt-Club steckt schwer in der Krise © APA (Archiv/epa)

Bei den Fans des abstiegsbedrohten argentinischen Fußball-Rekordmeisters River Plate liegen die Nerven blank. Hunderte Fans

Bei den Fans des abstiegsbedrohten argentinischen Fußball-Rekordmeisters River Plate liegen die Nerven blank. Hunderte Fans versuchten, das heimische Stadion "El Monumental" zu stürmen. Nach einem 0:2 im Hinspiel der Relegation gegen Zweitligist Belgrano aus Cordoba steht River erstmals in der 110-jährigen Vereinsgeschichte vor dem Abstieg. Am Sonntag erfolgt das Rückspiel in Buenos Aires.

Die Polizei verhinderte ein Vordringen der aufgebrachten Anhänger ins zu diesem Zeitpunkt leere Stadion. Wüste Choräle gab es vor allem gegen die Spieler und Präsident Daniel Passarella, auch der Rauswurf von Trainer Juan Jose Lopez wurde gefordert. Das Team des 33-fachen Meisters bereitet sich derzeit etwas außerhalb der Hauptstadt auf das entscheidende Spiel vor.

Auch am dortigen Trainingsgelände protestierten rund 500 Fans. Sie forderten mehr Einsatz von den Profis, einige entrollten einen Banner mit der Aufschrift "Töte oder stirb". Bereits im Hinspiel am Mittwoch hatte die Partie nach einem Platzsturm der Anhänger für 20 Minuten unterbrochen werden müssen.

Jahre des Missmanagements auf und neben dem Spielfeld haben River in die Misere gestürzt. Zum Verhängnis wurde "Los Millonarios" nun der in Argentinien für den Abstieg in Betracht gezogene niedrige Punktedurchschnitt der jüngsten drei Meisterschaften. Für den Absturz macht River-Legende Passarella (Weltmeister 1978) die vor ihm amtierende Clubführung verantwortlich.

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