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Die Bundesregierung geht mit einem neuen Gesetz gegen Wettbetrüger vor
Mann leitete Ausbildungszentrum für Wettbetrüger © APA (Archiv/dpa)

Der Fußball-Weltverband FIFA soll nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" ein Wettkartell in Asien aufgedeckt

Der Fußball-Weltverband FIFA soll nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" ein Wettkartell in Asien aufgedeckt haben. Demnach sei bereits am 8. Juni in Malaysia ein internationaler Strippenzieher festgenommen worden, der in Singapur eine Art Ausbildungszentrum für Wettbetrüger geleitet habe. Die FIFA konnte die Information am Sonntag zunächst nicht bestätigen.

Wie es im "Spiegel" weiter hieß, soll der Wettpate ein Netzwerk von Betrügern und Wettanbietern aufgebaut und mit hohen Limits auf verschobene Begegnungen gesetzt haben. Der festgenommene Betrüger habe etlichen Personen professionell beigebracht, "wie und wo sie ansetzen müssen, um ein gewünschtes Spielergebnis zu erzielen", sagte FIFA-Sicherheitschef Chris Eaton dem Magazin.

Laut der Ermittlungen habe der Betrüger in seinen Seminaren erklärt, wie Schiedsrichter, Spieler und Funktionäre zum Spielbetrug überredet werden können und wie teuer die Manipulationen in den Ligen sind. Auch das Schmuggeln der Bestechungsgelder in die jeweiligen Länder habe er den Zockern erklärt.

Der festgenommene Mann aus Singapur ließ offenbar Vereine und Verbände von angeblichen Vermarktungsfirmen ansprechen, die anboten, Trainingslager und Freundschaftsspiele zu organisieren. Dann seien Manipulationen mittels bestochener Gegner und Schiedsrichter leicht gewesen.

Im Februar hatte die Firma "Football for u" zwei Länderspiele in der Türkei zwischen Estland und Bulgarien sowie Bolivien und Lettland organisiert. Beide Partien stehen unter Verdacht, manipuliert worden zu sein. Laut Eaton hatte der Festgenommene enge Kontakte zu "Football for u".

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