vergrößernverkleinern
Großer Wirbel um Lionel Messi © APA (epa/Archiv)

Die 43. Auflage der in der Nacht auf Samstag beginnenden Copa America wird zur Bühne der Superstars. Lionel Messi zieht dabei im

Die 43. Auflage der in der Nacht auf Samstag beginnenden Copa America wird zur Bühne der Superstars. Lionel Messi zieht dabei im Trikot der gastgebenden Argentinier die meisten Blicke auf sich, doch auch hochkarätigen Kickern wie Neymar (Brasilien), Diego Forlan (Uruguay) oder Radamel Falcao (Kolumbien) ist während der südamerikanischen Fußball-Meisterschaft Aufmerksamkeit garantiert.

Zumindest vorerst aber dreht sich alles um den zweifachen Weltfußballer Messi. Der 24-Jährige führte Argentinien zwar schon zu U20-WM- und Olympia-Gold, ein Titel mit der A-Auswahl des Landes steht allerdings noch aus. Nach einer furiosen Saison mit über 50 Toren für den FC Barcelona und starken Auftritten im Vorfeld des ältesten Kontinental-Turniers der Welt scheint nun alles angerichtet für die großen Messi-Festspiele. "Er ist in guter Form und fühlt sich auf dem Platz wohl. Das freut mich für ihn und für uns", sagte Teamchef Sergio Batista.

Messi hielt sich vor Turnierbeginn wie üblich mit großspurigen Kommentaren zurück, dafür lieferte ein Spieler kecke Ansagen, dem ähnliches Potenzial wie dem Argentinier bescheinigt wird. "Messi ist der beste Fußballer der Welt. Ich kann so groß werden wie er, oder noch größer", tönte Brasiliens 19-jähriger Jungstar Neymar, der angeblich vor einem 45 Millionen Euro schweren Wechsel vom Copa-Libertadores-Champion FC Santos zu Real Madrid steht.

Neymars Mentor Pele goss weiter Öl ins Feuer. "Neymar hat das Zeug zum Megastar. Messi ist großartig, aber nur im Barca-Dress. Für sein Land hat er noch nichts gewonnen", spottete der brasilianische Jahrhundert-Fußballer und rief damit seinen argentinischen Rivalen Diego Maradona auf den Plan. "Was erlaubt sich dieser Neymar? Er hat schlechte Manieren, genauso wie Pele. An Messi kommt niemand heran", ereiferte sich der nunmehrige Coach des Emiraten-Clubs Al Wasl, der die Copa America nie gewonnen hat.

Ob Streitobjekt Neymar in den Reihen des Titelverteidigers überhaupt eine tragende Rolle spielen kann, scheint nicht fix - mehr Verantwortung ruht in Abwesenheit von Kaka auf den Schultern der arrivierten Spieler wie Robinho, Dani Alves oder Lucio. Argentinien wiederum hat im Angriff neben Messi auch noch Kaliber wie Carlos Tevez, Gonzalo Higuain, Diego Milito oder Sergio Aguero zur Verfügung und verfügt damit über das derzeit wohl stärkste Stürmer-Angebot der Welt.

Diesbezüglich hat auch Geheimfavorit Uruguay einiges zu bieten. Neben dem zum besten Spieler der WM 2010 gewählten Diego Forlan gehen auch Luis Suarez und Edinson Cavani für den WM-Vierten auf Torjagd. Hoffnungsträger der ebenfalls hoch eingeschätzten Chilenen ist neben Arturo Vidal vor allem der 22-jährige Udinese-Stürmer Alexis Sanchez, der vom FC Barcelona und zahlreichen englischen Top-Clubs gejagt wird und schon fast 40 Mio. Euro wert sein soll. Auch Kolumbiens Goalgetter Radamel Falcao, mit 17 Treffern für Porto in der abgelaufenen Europa League neuer Rekordtorschütze in einer Europacup-Saison, steht bei zahlreichen Insel-Vereinen auf der Wunschliste.

Manchester-United-Angreifer Javier Hernandez hat den Durchbruch in der Premier League bereits geschafft, bei der Copa America wird "Chicharito" aber nicht zu bewundern sein. Mexiko nimmt zwar am Südamerika-Turnier teil, allerdings ohne fast alle Stars - die Stammspieler wurden nach dem am vergangenen Wochenende errungenen Gold-Cup-Triumph in den Urlaub geschickt. In Argentinien geht eine bessere B-Auswahl von "El Tri" an den Start, die sich kurz vor dem Anpfiff selbst schwächte: Acht Kicker wurden wegen Disziplinlosigkeiten am Dienstag aus dem Kader eliminiert.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel