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Messi und Brasiliens Neymar wollen den Titel © APA (Archiv/epa)

Die 43. Auflage der Copa America geht mit den altbekannten Favoriten, aber auch mit gefährlichen Außenseitern in Szene. Als

Die 43. Auflage der Copa America geht mit den altbekannten Favoriten, aber auch mit gefährlichen Außenseitern in Szene. Als aussichtsreichster Titelanwärter gilt Gastgeber Argentinien, der das Turnier in der Nacht auf Samstag in La Plata mit der Partie gegen Bolivien eröffnet. Hauptkonkurrent dürfte Erzrivale Brasilien sein, die beiden Großmächte müssen aber mit heftigen Widerstand rechnen.

Vor allem die stark agierenden Teams von Uruguay, Chile und Paraguay wollen im Rennen um die südamerikanische Kontinental-Meisterschaft ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Dennoch hat Argentinien einen Heimtriumph fest im Visier. Im Falle eines Finalsieges wäre die "Albiceleste" mit 15 Copa-Titeln alleiniger Rekordsieger des ältestens Kontinentalturniers der Welt vor Uruguay, das bei 14 Titeln hält. "Dieses Turnier ist die große Chance, wieder einen Pokal zu holen und Selbstvertrauen für die WM 2014 zu tanken. Es ist unsere Pflicht, diesen Titel zu gewinnen", betonte Teamchef Sergio Batista, der mit Stürmern wie Lionel Messi, Carlos Tevez, Diego Milito, Gonzalo Higuain oder Sergio Aguero aufwarten kann.

Vor allem auf Messi ruhen die Hoffnungen der Gastgeber. Der Barcelona-Superstar hat Argentinien zwar schon zu Olympia- und U20-WM-Gold geführt, ein Titel mit der A-Auswahl steht allerdings noch aus. "Mein größter Traum ist es, die Copa America zu gewinnen. Wir wissen, was es für mich und für Argentinien bedeutet", sagte der zweifache Weltfußballer, der in seiner Heimat in der Vergangenheit oft harsche Kritik einstecken musste. "Aber jetzt fühle ich mich von meinen argentinischen Landsleuten so geliebt und anerkannt wie noch nie."

Im Falle eines Turniersieges würde Messi zumindest ein bisschen aus dem Schatten von Diego Maradona treten. Der in Argentinien noch immer heiß verehrte Weltmeister von 1986 gewann in seiner Karriere kein einziges Mal die Copa, der bisher letzte Triumph der "Gauchos" 1993 gelang ohne den einstigen Weltklasse-Kicker.

Der achtfache Südamerika-Meister Brasilien hingegen holte die begehrte Trophäe seit 1997 gleich viermal und rechnet sich auch für die diesjährige Auflage einiges aus. "Wir wollen eine erfolgreiche Copa America spielen, weil dies auch der Schlüssel zu einer erfolgreichen Heim-WM 2014 ist", betonte Teamchef Mano Menezes. Für den Coach der "Selecao" gilt Argentinien als Titelkandidat Nummer eins. "So wie wir bei der WM 2014 Favorit sind, sind die Argentinier bei der Copa Favorit, vor allem, wenn man bedenkt, wie lange sie ohne Titel sind", vermutete Menezes, der in Abwesenheit des nicht nominierten Kaka auf seine Offensivstars Neymar, Robinho und Alexandre Pato sowie auf die Defensiv-Recken Lucio, Maicon und Dani Alves setzt.

Die Brasilianer bekommen es in Gruppe B mit dem WM-Viertelfinalisten Paraguay sowie Venezuela und Ecuador zu tun. Argentinien trifft in Pool A auf Bolivien, Kolumbien und Costa Rica. In Gruppe C treten der WM-Vierte Uruguay, WM-Achtelfinalist Chile, Peru und Mexiko gegeneinander an. Während der frischgebackene Gold-Cup-Sieger Mexiko nur mit einer B-Truppe anreist, deren Qualität nach dem Rauswurf von acht Spielern wegen Disziplinlosigkeiten weiter gesunken ist, werden Uruguay und Chile Außenseiterchancen auf den Turniersieg eingeräumt.

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