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Die neue Coface Arena wird eingeweiht © APA (Archiv/dpa)

Der FSV Mainz 05, der Club der ÖFB-Legionäre Andreas Ivanschitz und Julian Baumgartlinger, feiert sich selbst und den Aufbruch

Der FSV Mainz 05, der Club der ÖFB-Legionäre Andreas Ivanschitz und Julian Baumgartlinger, feiert sich selbst und den Aufbruch in ein neues Zeitalter. Nach dem Abschied vom in die Jahre gekommenen Bruchweg-Stadion ist die Eröffnung der Coface Arena am Sonntag für den aufstrebenden Fußball-Bundesligisten ein Quantensprung in der wirtschaftlichen Entwicklung.

"Die Arena verschafft uns finanziell Konkurrenzfähigkeit", sagte Manager Christian Heidel. Zahlen belegen diese These: Von 38 auf 54 Millionen Euro schoss der Saisonetat in die Höhe, für die Profis stehen künftig 28 statt 22 Millionen Euro bereit, um sportlich weiter für Furore zu sorgen. Und wie bei der Veredlung des Kaders für die neue Saison in Bundesliga, DFB-Cup und Europa League zeigte sich der Tabellenfünfte auch bei seiner Eröffnungsfeier, die rund eine halbe Million Euro kostet, großzügig. Einmalig soll die Premieren-Party sein, zu der auch der Performance-Künstler Enno-Ilka Uhde einen Betrag leisten wird.

Der in den Farben Rot und Weiß gehaltene Fußball-Tempel vor den Toren der Stadt bietet Platz für 34.034 Zuschauer. Eng und steil sind die Tribünen, markant die "Mainzer Wand" mit 12.000 Stehplätzen. 40 Millionen Euro wurden verbaut, 20 Millionen kamen für die Infrastruktur rund um die Arena hinzu. Die vier Ecken des Stadions zum Schutz vor Zugluft verglast. Klappsitze statt Sitzschalen gingen ebenso ins Geld wie der Kauf der Bestuhlung für die Stehplatztribüne. Alles selbst finanziert vom Club mit der besten Bonität aller deutschen Proficlubs, wie eine Creditreform-Umfrage jüngst ergab.

Vor dem unvergesslichen Ereignis geht es noch einmal zurück in die alte Heimstätte Bruchweg-Stadion. Ehrenkapitän Dimo Wache bekommt ab 15.30 Uhr sein Abschiedsspiel. "Dimos Dreamteam" trifft auf die 05-Traditionself. 406 Pflichtspiele stand der 37-Jährige im FSV-Tor. Im Juni 2010 wurde sein Vertrag nicht mehr verlängert, und Wache konzentrierte sich seither auf seine Sportgeschäfte.

Zur Einmaligkeit gehört auch der gut drei Kilometer lange Zug der Fans vom Bruchweg zur neuen Arena. 20.000 Fans sollen sich nach Club-Angaben zwischen Motivwagen, Musikgruppen und Abordnungen der Mainzer Fastnachtsgarden auf den Weg machen. Zur Eröffnung, die mit dem Spiel der 05-Profis gegen eine Stadtauswahl auch Sportliches bietet. Ein Feuerwerk soll einen der stolzesten Tage in der 106-jährigen Vereinsgeschichte krönen.

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