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Platini will Blatter nicht verteufeln © APA (Archiv/epa)

UEFA-Chef Michel Platini setzt im Kampf gegen die Skandale im Fußball-Weltverband weiter auf den umstrittenen FIFA-Präsidenten

UEFA-Chef Michel Platini setzt im Kampf gegen die Skandale im Fußball-Weltverband weiter auf den umstrittenen FIFA-Präsidenten Joseph Blatter. "Er hat mir versprochen, die FIFA zu reinigen", sagte der Präsident der Europäischen Fußball-Union in einem Zeitungsinterview. Viele Anschuldigungen gegen Blatter waren nach Meinung von Platini "unfair und unzutreffend".

"Blatter ist nicht der Teufel, und er ist auch kein Engel", meinte der Franzose, der in dem Interview aber auch anmerkte, dass Blatter die FIFA "säubern" müsse. Platini betonte, die FIFA müsse sich von innen heraus verändern und erteilte externen Beratern eine Absage. "Wir haben Gremien, die dafür zuständig sind", sagte der frühere Weltklasse-Fußballer. Blatter hatte nach seiner Wiederwahl Anfang Juni die niederländische Fußball-Legende Johan Cruyff, den früheren US-Außenminister Henry Kissinger und Startenor Placido Domingo zur Mitarbeit in einer geplanten FIFA-Lösungskommission eingeladen.

Die FIFA wird seit Monaten von Skandalen erschüttert. Bei der Vergabe der WM 2022 an Katar wird Bestechung vermutet. Zudem stehen der ehemalige Präsidentschaftskandidat Mohammed bin Hammam und der zurückgetretene FIFA-Vize Jack Warner unter Korruptionsverdacht, bestreiten dies aber. Blatter war von der FIFA-Ethikkommission in dieser Affäre entlastet worden. "Man kann kritisieren, wie Blatter die FIFA managt, aber korrupt ist er ganz sicher nicht", erklärte Platini.

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