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Laut VdF ist die Admira-Strafe nicht genug © APA (Archiv/Leodolter)

Für die Vereinigung der Fußballer (VdF) steht nach dem Urteil des Senats 5, der Fußball-Bundesliga-Aufsteiger FC Trenkwalder

Für die Vereinigung der Fußballer (VdF) steht nach dem Urteil des Senats 5, der Fußball-Bundesliga-Aufsteiger FC Trenkwalder Admira am Freitag zu einer Geldstrafe in fünfstelliger Höhe verurteilt hat, das ganze Lizenzierungsverfahren infrage. " Das Urteil ist ein fatales Zeichen für mögliche Nachahmer", sagte VdF-Vorsitzender Gernot Zirngast.

"Die Art und Weise, wie in dieser Causa vorgegangen wurde, wirft ein denkbar schlechtes Licht auf unseren Fußball", ließ Zirngast am Samstag per Aussendung verlauten. Wohl niemand traue jetzt der Bundesliga mehr zu, für Wettbewerbsgleichheit und Ordnung sorgen zu wollen - geschweige denn zu können. Trenkwalders Club soll verbotenerweise doppelte Spielerverträge abgeschlossen haben.

Laut dem VdF ist das Urteil "ein eindeutiger Beweis, dass an der Sache mit den Doppelverträgen mehr dran ist, als man zugeben will". Immerhin sei der damals voll geständige FC Lustenau nach einem ähnlichen Fall vor einigen Monaten mit einer Geldstrafe im vierstelligen Eurobereich davon gekommen, die "unschuldige" Admira habe nun eine fünfstellige Summe aufgebrummt bekommen.

Dass die Admiraner gegen das Urteil Protest einlegen wollen, ist für den VdF verständlich, schließlich dürfen die nächsten beiden Instanzen - Protestkomitee und Ständig Neutrales Schiedsgericht - das Strafausmaß nicht erhöhen, sondern im Fall der Fälle nur verringern.

Die Bundesliga selbst ist für die Fußballer-Gewerkschaft von den Vereinen zu einem reinen Verwaltungsapparat zurückgestutzt worden. "Es bleibt nur zu hoffen, dass aufgrund dieser Posse nun die Mehrheit der Vereine für einen ernsthaften und nachhaltigen Reformprozess eintritt, der dem Fußball seine Glaubwürdigkeit zurückzubringen in der Lage ist. Denn allein schon die Tatsache, dass man seit Jänner Kenntnis von den Vorwürfen gegen die Admira hatte und monatelang nichts dagegen unternahm, zeugt vom internen Zustand der Liga", hieß es in dem VdF-Schreiben.

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