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Debüt im Behindertensport © APA (epa)

Mathias Lanzinger, dem 2008 nach einem Rennsturz in Norwegen der linke Unterschenkel amputiert werden musste, kam am Donnerstag

Mathias Lanzinger, dem 2008 nach einem Rennsturz in Norwegen der linke Unterschenkel amputiert werden musste, kam am Donnerstag bei seinem ersten Ski-Rennen als Behindertensportler im IPCAS-Slalom im niederländischen Landgraaf in der Klasse der stehenden Herren hinter Sieger Alexandr Aljabjew aus Russland sowie knapp hinter Markus Salcher aus Kärnten nach drei Durchgängen auf die drittbeste Zeit.

Der 30-jährige Salzburger schaffte damit in der Snowworld-Halle auf Anhieb die erforderlichen Punkte, um vom heimischen Verband für die kommenden Europacuprennen im Kühtai eine Wild Card erhalten zu können. Davor wird Lanzinger noch einen weiteren Hallenslalom am Freitag in Landgraaf sowie am 8. Dezember bei einem Super-G im Pitztal sein erstes Speedrennen bestreiten.

"Es war ein wirklich tolles Erlebnis und ein neues Gefühl, nach über drei Jahren wieder am Start eines Rennens zu stehen", gab sich Lanzinger nach seinem Renndebüt glücklich und erleichtert zugleich. "Mir geht es derzeit ja weniger um Platzierungen als um Zeitrückstände, um Punkte für die Startberechtigung bei höherklassigen Rennen zu holen", erklärte der Salzburger, der bis zu seinem Unfall dem ÖSV-Team angehört und im Weltcup einen Podestplatz erreicht hatte.

Die Klassifizierung seiner Behinderung sowie die IPCAS-Punkte sind Lanzingers Hauptziel bei den beiden Slaloms der IPC, die in etwa FIS-Rennen entsprechen. Erst wenn er genügend Punkte hat, später auch auch Weltcupniveau starten. Lanzinger hatte seinen Schicksalsschlag vorbildhaft gemeistert, sein großes Ziel sind nun die Paralympics 2014 in Sotschi.

In Landgraaf fand sich Lanzinger erstaunlich schnell zurecht, lieferte zunächst zwei solide Läufe ab, wäre im dritten Durchgang aber fast an einer Haarnadel gescheitert. "Er war heute sicher nervöser als bei seinen Weltcuprennen als Nichtbehinderter", meinte Trainer Manuel Hujara. Lanzinger ergänzte: "Ich bin sehr froh, dass ich meine Trainingsleistung gleich beim ersten Antreten umsetzen konnte und mein Ziel erreicht habe."

Die Plätze zwei und drei für Österreich gab es am Donnerstag auch in der Klasse der sitzenden Herren durch Roman Rabl und Dietmar Dorn. Bei den sehbehinderten Herren wurde Christoph Prettner Zweiter.

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