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Koch, Morgenstern un Schlierenzauer (v.l.) © APA (Archiv/Groder)

Die ÖSV-Skispringer haben einen erneut enorm erfolgreichen Winter hinter sich, die Erwartungen an Thomas Morgenstern, Gregor

Die ÖSV-Skispringer haben einen erneut enorm erfolgreichen Winter hinter sich, die Erwartungen an Thomas Morgenstern, Gregor Schlierenzauer und Co. von außen sind noch größer geworden. Doch die Athleten und Trainer sehen das keineswegs als Belastung. Man müsse nichts bestätigen, betonte Cheftrainer Alexander Pointner vor dem Auftakt am Samstag in Kuusamo.

Bei der WM in Oslo hatten die ÖSV-"Adler" sechs von acht möglichen Medaillen erobert, Morgenstern wurde für weitere Siege im Gesamtweltcup und bei der Vierschanzen-Tournee zum Sportler des Jahres gewählt. Der Erfolgsgeschichte sollen aber noch weitere Kapitel angefügt werden, das Team ist noch immer hungrig nach Erfolgen.

Breit aufgestellt zu sein beschränkt sich für den Coach nicht auf optimales Umfeld, Qualität der Sprünge, körperliche Stärke und perfektes Material. "Wir haben uns Strategien über Jahre erarbeitet, wie man bestimmte Dinge angeht, sind auch für psychologische Geplänkel gerüstet", sagte der Tiroler. Das seit vier Jahren praktizierte Neuro-Coaching habe sich bewährt, die Unterteilung in Basiskompetenz und Wettkampf-Coaching sei einzigartig.

In der ersten Weltcup-Phase hat das ÖSV-Team sechs Startplätze, über den Kontinentalcup soll bei der Tournee ein weiterer dazukommen. Um die aktuellen Plätze herrscht ein "G'riss". Das Aufgebot mit den fünf Siegspringern Schlierenzauer (35 Erfolge im Weltcup), Morgenstern (21), Andreas Kofler (5), Wolfgang Loitzl (4) und Martin Koch (2) wird in Kuusamo durch Manuel Fettner ergänzt. Für die zweite Station in Lillehammer hat David Zauner (Comeback nach Kreuzbandriss) einen Platz schon fix.

Zeigen Morgenstern und Schlierenzauer ihre besten Sprünge, sind sie nur schwer zu schlagen. Simon Ammann (SUI), der Kuusamo auslässt, Kamil Stoch (nach Rücktritt von Adam Malysz Polens Nummer 1) und Severin Freund (GER), dazu die Norweger (mit neuem Coach Alexander Stöckl) und Finnen gelten als Herausforderer. Saisonhöhepunkte sind die Skiflug-WM Mitte Februar in Vikersund (NOR) und die Vierschanzen-Tournee, zudem ist die große Kristallkugel ein Ziel der Österreicher.

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