Theo Zwanziger hat im Schiedsrichter-Skandal um Manfred Amerell seine Haut retten können und bleibt DFB-Präsident. "Ich bin sehr zufrieden und habe mich sehr über den Vertrauensbeweis von Vorstand und Präsidium gefreut", so der 64-Jährige, nachdem er bei seinen Funktionärskollegen die Vertrauensfrage gestellt hatte und sich alle 47 DFB-Vorstandsmitglieder für ihn ausgesprochen hatten.

Er betonte aber auch: "Ich klebe nicht an meinem Amt. Mich wird man nicht auf einem Stuhl raustragen, in dem ich den Kopf nicht mehr gerade halten kann." Zwanziger war wegen seines Krisenmanagements heftig in die Kritik geraten.

"Es gab viele Fragen zu beantworten, unter anderem natürlich auch, wie stark ist der Präsident, wie groß ist das Vertrauen", räumte Zwanziger nach einem Sitzungsmarathon in der DFB-Zentrale ein. "Ich habe einen sehr ausführlichen und persönlichen Bericht abgegeben." Der Chef des mit 6,7 Millionen Mitgliedern größten Sportfachverbandes der Welt gestand, dass er einen Rücktritt erwägt habe: "Natürlich habe ich in dieser Woche auch sehr wohl darüber nachgedacht, natürlich lässt mich die Kritik nicht kalt."

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