Die Polizei hat nach den Ausschreitungen im Berliner Olympiastadion 26 Strafverfahren gegen Randalierer eingeleitet. Nach dem Schlusspfiff des Heimspiels des deutschen Fußball-Bundesliga-Schlusslichts Hertha BSC gegen Nürnberg (1:2) waren am Samstag 150 gewalttätige Zuschauer in den Stadioninnenraum gestürmt und hatten dort mit Stangen und Latten Werbebanden, Plastik- und Glaswände zerschlagen.

Zudem wurden am Samstagabend in der Johannisthaler Chaussee in Berlin-Neukölln die Schaufensterscheiben des Hertha-Fanshops zerstört, teilte die Polizei am Sonntag mit. Drei Maskierte hätten Pflastersteine geworfen, die Täter konnten unerkannt flüchten.

Die Strafverfahren gegen mutmaßliche Täter im Olympiastadion sind nach Angaben der Polizei wegen Körperverletzung, Widerstand, Hausfriedensbruchs, Landfriedensbruchs und Sachbeschädigung eingeleitet worden. Bei den Krawallen sind auch vier Polizeibeamte leicht verletzt worden. 25 Personen sind im Olympiastadion festgenommen worden.

Die Polizei hatte am Sonntagvormittag Vorwürfe zurückgewiesen, sie habe zu spät eingegriffen. Im Stadion hatte die Polizei die Lage erst nach fünf bis acht Minuten in den Griff bekommen. Nach dem Spiel versammelten sich zwar noch einige Fans vor dem Stadion und machten ihrer Wut lautstark Luft, die Polizei löste die Gruppe aber auf.

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