Italiens Rekordmeister Juventus Turin gibt sogar seinem eigenen Trainer Alberto Zaccheroni Rätsel auf. Alle Titelchancen sind verspielt und nun ist sogar das Minimalziel, die Qualifikation für die monetär ertragreiche Champions League, in Gefahr. "Vom Potenzial her müsste diese Mannschaft ganz anders dastehen", gestand Zaccheroni am Sonntagabend ein.

Wenige Minuten zuvor hatte die "Alte Dame" bei Sampdoria Genua mit 0:1 verloren. Es war die zweite Pleite von Juventus innerhalb weniger Tage nach dem bitteren Europa-League-K.o. gegen Fulham. Bereits 15 Punkte hinter Titelverteidiger Inter Mailand liegend ist Juve nur Tabellensechster. "Das waren verheerende Tage. Wir werden schon ab Dienstag ins Trainingslager gehen, um uns auszusprechen", kündigte Kapitän Alessandro del Piero noch in der Nacht zum Montag Sofortmaßnahmen an, um den Absturz zu verhindern.

Die Spieler selbst hätten sich dazu entschlossen, betonte der Teamspieler. "Wir müssen uns wieder fangen, mental und körperlich wieder zu Kräften kommen", erklärte der alternde Torjäger. Die Partie am Mittwochabend beim Hoffer-Club SSC Napoli ist für die Turiner ein Schicksalsspiel. "Auf dieses Spiel müssen wir uns so gut wie möglich vorbereiten", sagte Del Piero.

Gegen Sampdoria hatte Juve am Sonntagabend auch Pech. Antonio Cassano bescherte den Genuesen mit einem Sonntagsschuss aus 30 Metern in der 77. Minute den wichtigen Sieg. Juves Torhüter Antonio Chimenti machte dabei aber auch keine glückliche Figur. Der 39-Jährige steht nur aufgrund der Verletzungen von Gianluigi Buffon und dessen Ersatzmann Alexander Manninger im Gehäuse. "Sein Fehler hat die Partie entschieden", meinte Trainer Zaccheroni, der Chimenti aber nicht die Schuld an der Niederlage geben wollte: "Die gesamte Mannschaft muss jetzt mehr leisten."

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