Nach der Kritik von UEFA-Präsident Michel Platini ist der Haupt-Bauunternehmer für das EM-Stadion in Lwiw (Lemberg) entlassen worden. Der ukrainische Vize-Premierminister Boris Koleschnikow sagte am Dienstag, dass das Unternehmen wegen zu langsamer Arbeit von seinen Aufgaben entbunden worden sei. "Ich mache mir Sorgen", hatte Platini am Montag über den Co-Gastgeber der EM 2012 gesagt.

In Lwiw habe sich noch nichts getan. "Da ist man keinen Millimeter weiter bei den Bauten", klagte der Präsident der Europäischen Fußball-Union. Koleschnikow kündigte im ukrainischen Fernsehen an, dass ein internationales Konsortium aus ukrainischen, türkischen, kroatischen und mazedonischen Unternehmen das Stadion bauen werde.

Platini hatte betont, dass es bei der UEFA keinen Plan B gebe, die Spiele stattdessen in Deutschland auszutragen. Es sei weiter möglich, dass die EM wie geplant in vier Arenen im zweiten Gastgeberland Polen stattfinden werde. Die Spielorte in der Ukraine könnten jedoch auf zwei halbiert werden. Die Europameisterschaft soll vom 9. Juni bis zum 1. Juli 2012 zum dritten Mal in zwei Ländern stattfinden.

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