Die Admira hat am Freitagabend ihrem neuen Trainer Dietmar Kühbauer einen Einstand nach Maß beschert. Die Südstädter feierten einen 2:1-(2:0)-Heimsieg über die Austria Amateure, die bisher als Angstgegner der Niederösterreicher gegolten hatten. Gegen die Jungveilchen hatten die Admiraner nämlich vor eigenem Publikum bisher noch nie gewonnen.

In dieser Saison hatte es zuvor mit dem 1:1 (Südstadt) und 2:2 (Horr-Stadion) jeweils Unentschieden gegeben. Nach nur 41 Sekunden zappelte der Ball bereits im Netz, nach Zuspiel von Jezek erzielte Marcus Hanikel das schnellste Saisontor für die Admira, die zu Wochenbeginn Trainer Walter Schachner gefeuert hatte, nachdem zuletzt zwei Liga-Spiele en suite - 0:1 in Innsbruck und 3:4 daheim gegen den FC Lustenau - verloren gegangen waren. Davor war das Schachner-Team in 15 Runden ohne Niederlage geblieben.

Kühbauer nahm im Vergleich zum Lustenau-Match nur zwei Veränderungen vor, Manzoni im Tor und Bernhard Schachner im Mittelfeld kamen anstelle der beurlaubten Mandl und Dospel in die Startelf, die bereits nach sechs Minuten über das 2:0 jubeln durfte. Über die Stationen Dibon, Plassnegger und Rene Schicker kam der Ball zu Hanikel, der zunächst zwar per Kopf an Goalie Petermann scheiterte, aber dann Glück hatte, denn der Ball prallte vom Schlussmann wieder zurück auf ihn und landete so doch noch in den Maschen. Mit dem Doppelpack erhöhte Hanikel seine Saisonausbeute auf zehn Liga-Tore.

Zwischen den beiden Treffern hatte die Austria, die zuletzt mit dem 2:1 in Altach und dem 2:1 daheim gegen Innsbruck gegen zwei Titelanwärter Siege gefeiert hatte, ihre beste Chance in Hälfte eins, doch Djokic schoss aus kurzer Distanz neben das Tor (3.). Auf der Gegenseite scheiterte Friesenbichler bei einer Doppelchance zuerst an Petermann und unmittelbar danach an der Stange (22.).

Nach der Pause schwächte sich die Admira selbst, weil Tormann Simon Manzoni bei einem vollkommen unnötigen Ausflug ein grobes Foul an Benjamin Sulimani beging und zurecht mit Rot des Feldes verwiesen wurde (54.). Kühbauer musste deshalb Ersatz-Goalie Patrick Tischler anstelle von Stürmer Friesenbichler einwechseln. Doch den Gästen aus Favoriten gelang gegen die dezimierten Admiraner lediglich der Anschlusstreffer durch Ivica Zunic, der mit einem herrlichen Weitschuss Tischler keine Chance ließ (74.).

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