Nach Rapid hat auch Austria Wien eine gelungene Generalprobe für das Derby am Mittwoch im Horr-Stadion absolviert. Die Favoritner feierten am Sonntag in Linz zum Abschluss der 33. Fußball-Bundesliga durch ein Tor von Tomas Jun (50.) einen 1:0-Erfolg beim LASK. Damit sind die "Veilchen" bereits seit neun Runden ungeschlagen und haben dabei 23 von 27 möglichen Punkten (7 Siege, 2 Remis) geholt.

Vor dem Schlager am Verteilerkreis ist das Team von Karl Daxbacher weiterhin Tabellendritter, nur einen Punkt hinter den zweitplatzierten Rapidlern, die bereits am Freitag einen 5:3-Heimsieg gegen den Tabellenvorletzten Kapfenberg gefeiert hatten und ihrerseits drei Runden vor Schluss sechs Zähler Rückstand auf Tabellenführer und Titelverteidiger Salzburg aufweisen. Der LASK musste nach sieben Spielen (2 Siege, 5 Remis) wieder die erste Niederlage hinnehmen, ist aber weiterhin auf Platz sieben zu finden.

Das Spiel vor 8.600 Zuschauern auf der Gugl begann flott, wobei es Chancen hüben wie drüben gab. Aufseiten der Hausherren war vor allem der pfeilschnelle Stürmer Lukas Kragl, der sein erstes Match nach seinem schweren Foul gegen Salzburg-Schlussmann Eddie Gustafsson bestritt, brandgefährlich, ließ aber sämtliche seiner hochkarätigen Möglichkeiten aus.

Der 20-Jährige setzte sich bereits in Minute drei nach einem Heber von Metz gegen Dragovic durch, verfehlte allerdings mit seinem Schuss das Tor knapp. In der 22. Minute tauchte er nach Lochpass von Saurer alleine vor Austria-Schlussmann Lindner auf, sein Heber fiel jedoch etwas zu hoch aus. Dazwischen zeichnete sich Lindner bei einem Kopfball von LASK-Kapitän Chinchilla-Vega aus kurzer Distanz aus (17.).

Die Austria übernahm erst ab Minute 25 das Kommando, ließ aber ebenfalls die nötige Durchschlagskraft im Abschluss vermissen. Nach Pass von Jun schoss Junuzovic aus guter Position genau in die Arme von Goalie Macho (35.). Drei Minuten später zog Liendl aus rund 30 Metern ab, sein Gewaltschuss landete an der Latte (38.). Kurz vor der Pause gab es dann Elferalarm im LASK-Strafraum, als Junuzovic bei einem Zweikampf mit Bubenik zu Fall kam, doch die Pfeife von Referee Eisner blieb stumm (44.).

Vier Minuten nach dem Wechsel brach die Austria nach einem Eckball von Junuzovic den Bann: Macho verfehlte den Ball, der von Linz zu Jun kam - und der Tscheche traf mit seinem sechsten Saisontor aus dem Hinterhalt zur Führung (50.). Nicht einmal zwei Minuten später hatte Linz das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber am LASK-Schlussmann (52.). Auf der Gegenseite ließ Kragl die erste Ausgleichschance der Linzer aus, indem er im direkten Duell mit Lindner mit einem halbherzigen Schuss am erst 19-jährigen Keeper scheiterte (57.).

In der Folge war die Austria zunächst dem zweiten Treffer näher, so scheiterte etwa Linz mit einem Kopfball an der Stange (62.). Erst im Finish nahm der LASK das Heft in die Hand, jedoch ohne zählbaren Erfolg. Panis, der Sekunden nach seiner Einwechslung mit einem Idealpass von Kragl bedient wurde, scheiterte am fehlerlosen Tormann Heinz Lindner (80.), Kragl vergab in Minute 92 aus kurzer Distanz kläglich und avancierte damit endgültig zum "Chancentod".

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