Ägyptens Fußball-Nationalmannschaft darf die kommenden beiden Heimspiele in der WM-Qualifikation nicht in Kairo spielen. Diese Sanktion fällt der Weltfußballverband FIFA am Dienstag nach den Fan-Attacken auf die algerische Mannschaft im Vorfeld des Qualifikationsspiels zur WM-Endrunde 2010 im November 2009. Die Partien müssen zumindest 100 Kilometer außerhalb der Hauptstadt ausgetragen werden.

Darüber hinaus wurde der ägyptische Verband mit einer Geldstrafe in der Höhe von 100.000 Schweizer Franken (71.286 Euro) belegt. Die FIFA befand die Nordafrikaner für schuldig, zum Schutz der Algerier nicht die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen zu haben.

Algerische Spieler und Offizielle hatten berichtet, dass ihr Bus nach der Ankunft am Flughafen in Kairo mit Steinen beworfen worden sei. Glasscherben seien durch das Fahrzeug geflogen, drei Spieler waren verletzt worden. Die Algerier schafften in einem Entscheidungsspiel (1:0) einige Tage später in Khartoum schließlich die WM-Teilnahme.

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