Die Innenminister führender europäischer Länder haben erörtert, wie die Gefahr möglicher Attentate während der Fußball-WM in Südafrika mit Hilfe ihrer Geheimdienste verringert werden könnte. Das teilte der italienische Ressortminister Roberto Maroni am Samstag nach Gesprächen mit Kollegen der sogenannten G6 (Italien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Spanien und Polen) in Varese mit.

"Wir haben vorgeschlagen, dass die Beamten eines Landes, das bei der WM ausscheidet, dort auch weiter den anderen WM-Teilnehmerländern in Sachen Sicherheit helfen", sagte Maroni. Scherzhaft fügte er hinzu, seine Leute blieben sowieso bis zum Endspiel am 11. Juli. Die Italiener wollen ihren WM-Titel von Deutschland 2006 erfolgreich verteidigen.

US-Justizminister Holder, der ebenfalls teilnahm, sprach von der Notwendigkeit des gemeinsamen Kampfes über den Atlantik hinweg gegen einen Terrorismus, der Europa wie Amerika im Visier habe. "Wir haben in der Zukunft noch viel zu tun", betonte Holder, "wir müssen voneinander lernen." Die Zusammenarbeit sei zwar schon sehr gut, sie müsse aber noch entwickelt und verbessert werden.

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