Er ist der teuerste Fußballer Österreichs, in Zukunft will er seinen Torriecher in den Niederlanden ausspielen. Marc Janko hat am Montag für vier Jahre beim niederländischen Meister Twente Enschede unterschrieben. Unmittelbar vor der Vertragsunterzeichnung sprach der 26-jährige Stürmer mit der APA.

APA: Wie groß ist die Erleichterung, nachdem es nun endgültig mit dem ersten Auslands-Transfer geklappt hat?

Janko: "Sehr groß. Ich bin sehr froh, zu einem so großartigen Verein zu kommen, der noch dazu in der Champions League spielt. Das ist etwas ganz Besonderes für mich. Twente ist ein sehr gut durchorganisierter Verein, bei dem ich mich, denke ich, in den nächsten Jahren sehr wohl fühlen werde."

APA: Seit Ihrer Rekordsaison 2008/09 hat es immer wieder gute Angebote gegeben. Sie haben gesagt, das Gesamtpaket muss stimmen. Was hat dieses Gesamtpaket, was andere nicht haben?

Janko: "Der Verein hat sich sehr um mich bemüht. Der Trainer wollte mich unbedingt, das ist wichtig. Finanziell haben sie sich sehr für mich gestreckt, das sagt alles. Die Umgebung und die Lebensbedingungen spielen natürlich auch eine Rolle. Und in der Champions League zu spielen, ist auch nicht alltäglich."

APA: Zu einem Club, der nicht in der Champions League spielt, wären Sie also nicht gegangen?

Janko: "Die Champions League ist ein Zuckerl, das ich sehr gerne nehme. Generell habe ich mich nicht gegen Trainer Huub Stevens und schon gar nicht gegen Red Bull entschieden, sondern für das Ausland. Das war immer schon mein Ziel. Ich habe Salzburg und Red Bull sehr, sehr viel zu verdanken. Am Liebsten wäre es, wenn wir sie mit Twente in der Champions League wieder treffen würden."

APA: Welche Rolle haben Ihre Unstimmigkeiten mit Stevens tatsächlich für Ihren Wechsel gespielt?

Janko: "Eine untergeordnete Rolle. Natürlich bedenkt man das, wenn man sich nach Alternativen umschaut. Aber ich habe mich nicht gegen Stevens entschieden. Es ist im letzten Jahr nicht sehr harmonisch gelaufen, trotzdem haben wir eine erfolgreiche Zeit gemeinsam verbracht. Klar hat es immer wieder Reibungen gegeben, aber wir können uns nach wie vor die Hand schütteln."

APA: Von Ihrem neuen Trainer Michel Preud'homme sind Sie dagegen der erklärte Wunschspieler. Wie wichtig ist es, dass er auch sein Spielsystem auf Sie abstimmen will?

Janko: "In den Niederlanden wird generell ein sehr offensiver Fußball gespielt. Twente spielt zudem immer mit einem Stoßstürmer und zwei Flügeln, das kommt mir entgegen. Das hat auch der Trainer ausdrücklich erwähnt. Er will speziell Rücksicht nehmen, damit meine Stärken im System möglichst gut zum Tragen kommen können."

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