Nigerias Fußballverband kommt auch nach der auf FIFA-Druck abgewendeten Auflösung durch Staatspräsident Goodluck Jonathan nicht zur Ruhe. Die Anti-Korruptionskommission des westafrikanischen Landes kündigte am Mittwoch Ermittlungen gegen ehemalige und derzeitige Spitzenfunktionäre des nationalen Fußballverbandes an.

Ex-Präsident Sani Lulu, dessen Stellvertreter Amanze Ugbulam und Generalsekretär Bolaju Ojo-Oba stünden im Mittelpunkt der Untersuchung. Der Korruptionsverdacht resultiere aus den Umständen der Entlassung von Ex-Trainer Shaibu Amodu im Februar, teilte ein Sprecher der Economic and Financial Crimes Commission mit. Schon in der Vorwoche hatte ein Präsidentensprecher betont, alle finanziellen Transaktionen des Fußballverbandes überprüfen zu wollen.

Nach dem Vorrunden-Aus bei der WM in Südafrika wollte Staatschef Jonathan den Verband auflösen und das Nationalteam für zwei Jahre von allen Wettbewerben abmelden. Diese nach FIFA-Statuten verbotene Einmischung wurde kurz vor Ablauf eines Ultimatums des Weltverbandes am Montag zurückgenommen. Inwiefern die Ermittlungen erneut ein unrechtmäßiger staatlicher Eingriff in die Verbandsautonomie sind, war zunächst unklar.

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