Der italienische Fußball-Verband FIGC zog erste Konsequenzen aus dem blamablen Vorrunden-Aus der Squadra Azzura bei der WM in Südafrika. Der Verband beschloss, dass die Vereine ab der kommenden Saison nur noch einen Nicht-EU-Ausländer pro Saison verpflichten dürfen. Bisher waren zwei neue Spieler erlaubt gewesen. Die betroffenen Vereine reagierten mit harscher Kritik.

Als erste Protestmaßnahme boykottierten die Vertreter der Serie-A- und -B-Klubs am Freitag eine Sitzung der FIGC. "Die Zahl der Ausländer einzuschränken, die in den italienischen Clubs spielen dürfen, wird die Probleme des Fußballs nicht lösen", behauptete Maurizio Beretta, Präsident der Serie A: "Vor allem den Spitzenvereinen wird dies Probleme bereiten, da sie die meisten Ausländer unter Vertrag nehmen."

Italien droht damit ein turbulenter Meisterschaftsbeginn. Am ersten Spieltag am 29. August wollen die italienischen Profis in den Streik treten. Die Fußballergewerkschaft AIC will mit einem spektakulären Protest die Erneuerung des Kollektivvertrags fordern, der am 30. Juni ausgelaufen ist.

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