Hartberg hat das Duell gegen St. Pölten am Freitag gut begonnen. Die Steirer schienen zurück auf der Siegerstraße, doch nach zuletzt drei Niederlagen in direkten Duellen mit den Niederösterreichern reichte es nach einer 2:0-Führung nur zu einem Remis. Im Mittelpunkt auch der strenge Schiedsrichter Steuer, der zwei Hartberger und einen St.Pöltener vorzeitig zum Duschen schickte.

Die Steirer, die mit einem 0:4 in Altach einen krassen Fehlstart in die neue Saison der Erste Liga verzeichnet und vier Mal en suite verloren hatten, gingen in der 19. Minute durch einen Elfmeter in Führung. Lenko hatte ein unnötiges Foul an Rakowitz im Strafraum fabriziert, er sah dafür Gelb, die Zuschauer freuten sich über die Führung durch Kölbl. Schiedsrichter Steuer schickte aber schon in der 25. Minute Hartberg-Verteidiger Rodler nach der zweiten Gelben Karte vom Platz. Noch vor der Pause erhöhten die Hausherren auf 2:0: Domoraud zog nach einem schönen Kölbl-Pass aufs Tor, Speiser zog die Notbremse, doch Omladic verwertete den dafür verhängten Freistoß aus 20 Metern mit einem perfekt gezirkelten Schuss über die Mauer ins Kreuzeck.

Nach Seitenwechsel stand zunächst wieder der etwas kleinliche Referee im Mittelpunkt: Steuer schickte innerhalb weniger Minuten zunächst St. Pölten-Verteidiger Lenko und dann Hartberg-Stürmer Domoraud jeweils mit Gelb-Rot in die Kabinen. Dann wurde das Match aber auch sportlich gesehen spannender. Der immer stärker werdende Thürauer kam in der 57. Minute glücklich im Strafraum zum Ball, verwertete aber perfekt zum Anschlusstreffer. Die Gäste drängten nun auf den Ausgleich und in der 79. Minute wurde ein wahrer Sturmlauf auch belohnt. Popp verwertete einen Corner von Fallmann.

Fallmann sorgte mit einem schönen Freistoß (81.) fast für die Führung der Gäste, doch Hartberg-Goalie Rindler zeichnete sich mit einer Glanzparade ein weiteres Mal aus. Letztlich ging die Punkteteilung in Ordnung, die Hartberger haderten freilich mit dem Schiedsrichter, der in der 53. Minute auch deren heftig protestierenden Trainer Bruno Friesenbichler auf die Tribüne geschickt hatte.

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