Fußball-Frankreich sehnt sich nach der völlig missratenen WM in Südafrika nach neuen Erfolgen. Da kommt die U19-EM im eigenen Land gerade recht. Nach dem 4:1-Triumph gegen die Niederlande soll am Mittwoch in Flers auch Österreich vom Platz gefegt werden. Einige Spieler dürfen sich sogar Hoffnungen machen, bei der Neugestaltung des A-Nationalteams von Neo-Teamchef Laurent Blanc eine Rolle zu spielen.

Blanc ließ es sich nicht nehmen, den EM-Auftakt am Sonntagabend in Caen live im Stadion mitzuverfolgen. Und der Weltmeister 1998 sowie Europameister 2000 kam nach Schlusspfiff in die Kabine der Jung-"Equipe" und gratulierte den Spielern höchstpersönlich. Die Wichtigkeit des Ereignisses unterstrich auch die Anwesenheit von Blancs Co-Trainer Alain Boghossian und Gerard Houllier, dem Technischen Direktor des Verbandes.

Einige der Spieler - u.a. Thimothee Kolodziecziak (Olympique Lyon), Antoine Griezmann (Real Sociedad), Cedric Bakambu (FC Sochaux) und Gael Kakuta (Chelsea) - haben Blanc sehr beeindruckt. Vielleicht vertraut der frühere Abwehrchef nach Vorbild des deutschen Bundestrainers Joachim Löw beim Aufbau seines Teams auf den einen oder anderen Spieler aus der aktuellen U19.

Österreichs U21-Teamchef Andreas Herzog war nach seiner Spionage beim 4:1 der Franzosen gegen die "Oranjes" vor allem von Bakambu, insgesamt aber von der gesamten Offensivabteilung angetan. "Offensiv sind die Franzosen eine Macht. Wenn sie in dieser Form weiterspielen, dann sind sie Titelfavorit und nur schwer zu schlagen."

Neben Kakuta und Bakambu strich Herzog auch Kapitän Gueida Fonfana ("Der Motor der Mannschaft") hervor. "Dieses Dreieck hat die Niederländer zerstört", so Herzog. Dementsprechend vorsichtig sollten die Österreicher mit ihrer offensiven Spielweise an die Sache herangehen. "So super diese Entwicklung zum schnellen, offensiven Fußball ist, gegen Frankreich kann das ganz gefährlich werden", warnte Herzog.

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