Drei Spiele, null Punkte, ein Torverhältnis von minus sieben - Der LASK und der SV Mattersburg haben einen klassischen Fehlstart in die heimische Fußball-Bundesliga hingelegt. Die beiden verantwortlichen Trainer Helmut Kraft und Franz Lederer fordern nun, dass ihre Spieler kühlen Kopf bewahren.

"Wir müssen lernen, mit dem auf uns lastenden Druck zu leben", meinte Mattersburgs Lederer nach dem 1:3 in Kapfenberg. "Es hat keinen Sinn, nach drei Runden den Teufel an die Wand zu malen", erklärte LASK-Coach Kraft nach dem 0:1 im Derby in Ried.

Die Linzer hatten den ersten Punkt der Saison bereits vor Augen, ein Freistoß von Ewald Brenner in der 88. Minute sorgte dann aber noch für die späte Entscheidung. "Ried bekommt einen Freistoß zugesprochen, der keiner war und wir kassieren fast mit dem Schlusspfiff das Gegentor", beschrieb Kraft das für sein Team bittere Finish im Innviertel und kritisierte den Pfiff von Referee Schörgenhofer. Positiv strich Kraft die verbesserte Defensivleistung hervor, schließlich hatte man in den beiden Auftaktpartien gleich neun Gegentreffer hinnehmen müssen.

Hektische Veränderungen wird es beim LASK nicht geben, auch für Diskussionen um neue Spieler sieht Kraft "keinen Grund". "Wichtig ist, dass wir jetzt kontinuierlich weiterarbeiten. Dann bin ich überzeugt, dass wir die Kurve kratzen können", so Kraft, der aber auch zugibt: "Der Druck wird von Spiel zu Spiel größer." Ried-Trainer Paul Gludovatz sprach von einem verdienten Sieg, "weil wir mit Geduld auf unsere Chance gewartet haben". Am Montag testen die Rieder in ihrer Arena um 19.30 Uhr gegen den deutschen Zweitligisten Hertha BSC.

Wie Kraft fand auch der Mattersburger Lederer keine guten Worte für den Unparteiischen. "Wie Schiedsrichter Drachta gepfiffen hat, war hart an der Grenze. Die Kapfenberger haben trotz ihrer harten Spielweise erst in der 60. Minute die erste Gelbe Karte bekommen. Der Schiedsrichter war deswegen an der Niederlage nicht unschuldig", berichtete das Mattersburger Urgestein, dessen Startelf einen Österreicher-Anteil von hundert Prozent vorzuweisen hatte. Lederer will das Spiel so schnell wie möglich abhaken und die Konzentration aufs kommende Match daheim gegen Aufsteiger Wacker Innsbruck richten. Kapfenberg verwandelte einen 0:1-Rückstand noch in einen 3:1-Sieg, Trainer Werner Gregoritsch freute sich über den "Kapfenberg-Geist".

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