In der Bestechungsaffäre um den spanischen Erstliga-Aufsteiger Hercules Alicante hat ein Gericht die Herausgabe von Beweismaterial abgelehnt. Damit droht der Skandal im Sande zu verlaufen. Der Mehrheitsaktionär des Clubs, Enrique Ortiz, soll versucht haben, zur Sicherung des Aufstiegs vier gegnerische Teams in der 2. Liga zu bestechen. Dies soll aus abgehörten Telefongesprächen hervorgehen.

Ein Gericht in Alicante lehnte nach Presseberichten vom Mittwoch den Antrag der Staatsanwaltschaft ab, die Aufnahmen der Gespräche den Sportverbänden zur Verfügung zu stellen. Der zuständige Ermittlungsrichter begründete dies damit, dass mit einer Weitergabe die Privatsphäre des Beschuldigten verletzt würde. Damit hat der spanische Fußball-Verband (RFEF) praktisch keine Handhabe, gegen den Vereinsboss vorzugehen.

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