In der WM-Doping-Affäre hat Portugals Fußball-Teamchef Carlos Queiroz Unterstützung von prominenter Seite bekommen. Das vom portugiesischen Verband FPF gegen den Coach eingeleitete Ermittlungsverfahren sei bedauernswert, klagte Manchester Uniteds Coach Alex Ferguson am Dienstag in Lissabon, nachdem er zugunsten von Queiroz ausgesagt hatte.

Auch Ex-Star Luis Figo und FC Portos Clubchef Jorge Pinto da Costa standen am Dienstag Queiroz als "Zeugen der Verteidigung" am FPF-Sitz bei. Dem 57-Jährigen droht der Rauswurf, weil er im Trainingslager vor der WM in Südafrika Vertreter der portugiesischen Anti-Doping-Agentur wüst beschimpft haben soll.

"Queiroz ist ein Gentleman und hat das Doping immer bekämpft", sagte Ferguson zu Journalisten beim Verlassen des Verbandsgebäudes. Er kenne den Portugiesen sehr gut. Queiroz sei ein "fantastischer Trainer und Professor", der sein ganzes Leben der Ausbildung gewidmet habe und dessen Reputation nun nicht in Mitleidenschaft gezogen werden dürfe. Pinto da Costa nannte das Verfahren "lächerlich".

Der FPF, der vor einigen Tagen auch Queiroz befragt hatte, will das Verfahren bis Mitte August beenden. Laut Medien ist die große Mehrheit der Mitglieder des Verbandsvorstands für einen Rausschmiss des Trainers. Queiroz beteuert, die Regierung wolle seine Kündigung erzwingen. Er werde notfalls beim Weltverband FIFA die Einmischung der Politik in Belange des Sports anzeigen. Er habe im Trainingslager in Covilha die Privatsphäre seiner Profis schützen wollen.

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