Das Gespräch zwischen dem Trainerstab der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft und Vertretern der Bundesliga hat am Dienstag in Klagenfurt ein für Teamchef Dietmar Constantini positives Ergebnis gebracht. Laut ÖFB-Aussendung gibt es für die rot-weiß-rote Auswahl nicht nur ein zusätzliches Testspiel am 7. Juni 2011, sondern auch einen Lehrgang vom 13. bis 18. Dezember mit zwei Ländermatches.

Der Dezember-Termin würde jedoch ins Wasser fallen, sollten sich so wie im Vorjahr Salzburg, Austria, Rapid und Sturm Graz für eine Gruppenphase im Europacup qualifizieren. "Dann ist die Durchführung dieses Lehrgangs samt der Länderspiele nicht sinnvoll, da bekanntlich auf die Legionäre zu diesem Spieltermin nicht zurückgegriffen werden kann", erklärte Constantini.

Der Tiroler vertrat gemeinsam mit seinen Assistenten Manfred Zsak und Heinz Peischl sowie mit Sportdirektor Willi Ruttensteiner die ÖFB-Seite, für die Bundesliga erschienen Präsident Hans Rinner, Vorstand Georg Pangl und Aufsichtsratsmitglied Karl-Heinz Kopf zum rund 90-minütigen Meeting. Außerdem waren laut ÖFB-Mitteilung die Bundesliga-Trainer "fast vollzählig" vertreten, so nahmen etwa Peter Pacult (Rapid), Karl Daxbacher (Austria) und Franco Foda (Sturm) an dem Meeting teil. Der verhinderte Salzburg-Coach Huub Stevens schickte Sportdirektor-Assistent Thomas Linke.

Neben dem Lehrgang im Dezember wurde Constantini auch ein weiteres Länderspiel am 7. Juni 2011 - vier Tage nach dem EM-Quali-Match gegen Deutschland - zugestanden. Dabei handelt es sich im Gegensatz zum Dezember um einen FIFA-Termin, weshalb auch die Legionäre von ihren Vereinen abgestellt werden müssen.

Für das Testmatch am 9. Februar in Amsterdam gegen Vizeweltmeister Niederlande jedoch müssen die "Gastarbeiter" erst 48 Stunden vor dem Anpfiff zur Verfügung stehen. Die Kicker der heimischen Liga bekommt Constantini hingegen schon vier Tage zuvor, wie ebenfalls am Dienstag in Klagenfurt beschlossen wurde.

Außerdem könnte auch die U21-Auswahl am 3. und 7. Juni 2011 Länderspiele absolvieren, was vor allem dann von großer Bedeutung wäre, sollte sich die Truppe von Andreas Herzog für die EM-Endrunde von 12. bis 25. Juni in Dänemark qualifizieren. Weiters appellierte Ruttensteiner an alle Vereinsverantwortlichen, die infrage kommenden Spieler für die U20-WM in Kolumbien (29. Juli - 20. August 2011) und im Falle einer Qualifikation auch für die U21-EM abzustellen, der Sportdirektor bekam "größtmögliche Unterstützung" zugesagt. Bezüglich dieser Turniere, aber auch bezüglich der Planungen für die Saison 2011/2012 wird es noch zumindest ein weiteres Meeting in der gleichen Besetzung wie in Klagenfurt geben.

Ruttensteiner zeigte sich mit dem Ergebnis des Gesprächs zufrieden. "Das heutige Zusammentreffen, dem in gleicher Konstellation noch mehrere folgen sollen, war nicht nur konstruktiv, sondern brachte wirklich erfreuliche konkrete Ergebnisse. Ein besonderer Dank gilt den Vertretern der Bundesliga- und Bundesligaclubs, die mit den heute beschlossenen Maßnahmen bewiesen haben, dass sie auch den Nationalteams große Wertschätzung entgegenbringen. Gemeinsam können wir Fußball-Österreich weiter nach vorne bringen", sagte der Oberösterreicher.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel