Der FC Santos will im Tauziehen mit Chelsea um seinen Jungstar Neymar die FIFA einschalten. Nach den Angaben des brasilianischen Fußball-Spitzenclubs ist der englische Meister unrechtmäßig mit einem Transferangebot an den Nationalspieler herangetreten. Dies sei "inakzeptabel und unethisch", sagte Vereinsboss Luis Alvara Ribeiro am Donnerstag und kündigte ein Schreiben an den Weltverband an.

Santos verlangt für Neymar 35 Millionen Euro, ein Chelsea-Offert von 20 Millionen Euro wurde bereits abgelehnt. Danach waren die Londoner in direkte Verhandlungen mit dem 18-Jährigen getreten.

Neymar gilt als eines der größten Talente im internationalen Fußball. Sehr zum Ärger der brasilianischen Öffentlichkeit wurde der Stürmer von Carlos Dunga für die WM 2010 in Südafrika nicht berücksichtigt, dafür beeindruckte der Feinmechaniker am Dienstag beim 2:0-Länderspielsieg in den USA, wo er bei seinem Debüt gleich ein Tor erzielte.

Im September des Vorjahres war Chelsea von der FIFA mit einer einjährigen Transfersperre belegt worden, weil die "Blues" den damals 16-jährigen Franzosen Gael Kakuta vom RC Lens zum Vertragsbruch ermuntert hatten. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne hob die Sanktion im vergangenen Februar nach einer außergerichtlichen Einigung zwischen beiden Clubs auf.

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