Bei Ausschreitungen am Rande des deutschen Bundesliga-Derbys zwischen dem FSV Mainz 05 und dem 1. FC Kaiserslautern sind am Sonntag elf Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei vom Montag erlitten zehn Beamte und ein Fan Risse des Trommelfells oder Knalltraumata, als einige der rund 800 Anhänger der "Roten Teufel" vor dem Spiel in einem Tunnel Böller und Knaller zündeten.

Die Polizei beschrieb die Stimmung der Fans insgesamt als aggressiv. Bereits vor Spielbeginn hatten einige Anhänger versucht, eine Polizeikette zu durchbrechen. Auch nach Spielende kam es zwischen den Kaiserslauterer Fans und den Einsatzkräften zu kurzen Auseinandersetzungen. Insgesamt wurden sieben Personen festgenommen, zudem wurden Anzeigen wegen Körperverletzung sowie Werfens von Pyrotechnik aufgenommen.

Mainz hatte das Rheinland-Pfalz-Derby 2:1 (0:1) gewonnen und zog durch den dritten Sieg im dritten Spiel nach Punkten mit Tabellenführer 1899 Hoffenheim gleich. Für Aufsteiger Kaiserslautern war es die erste Saison-Niederlage nach zwei Erfolgen. Niko Bungert (71.) und Andre Schürrle (73.) drehten das Spiel mit einem Doppelschlag zugunsten der Mainzer.

Lauterns Torjäger Srdjan Lakic hatte den Aufsteiger in der 20. Minute nach Vorlage von ÖFB-Teamspieler Erwin Hoffer mit seinem vierten Saisontreffer in Führung gebracht. Bei den Mainzern spielte Christian Fuchs links in der Abwehr durch. Im zweiten Sonntagsspiel holte Köln mit einem 1:0-Erfolg gegen St. Pauli den ersten Saisonsieg.

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