Die Schweiz hat gegen sieben italienische Hooligans Einreiseverbot erlassen. Diese hatten bei einem Fußball-Spiel des FC Basel gegen die AS Roma im September 2009 die Polizei angegriffen. Das Basler Strafgericht verurteilte sie danach in Abwesenheit zu Freiheitsstrafen.

Die Einreiseverbote wurden vom Bundesamt für Migration auf Antrag der Basler Behörden sowie des Bundesamtes für Polizei verfügt, wie das Justiz- und Sicherheitsdepartement Basel-Stadt am Dienstag mitteilte. Die Sperren würden den Italienern von der Schweizer Auslandvertretung in Rom überreicht.

Die 23 bis 38 Jahre alten Roma-Fans waren in außergewöhnlich gewalttätige Krawalle beim Europa-League-Match vom 17. September 2009 in Basel verwickelt. Ein Polizist wurde dabei so schwer verletzt, dass er zwei Wochen lang nicht arbeitsfähig war. Die sieben Männer saßen eine Woche in Basel in Untersuchungshaft und mussten dann 5.000 Franken (3.767 Euro) Kaution hinterlegen. Am 15. Juni verurteilte sie das Basler Strafgericht wegen Landfriedensbruchs und Gewalt gegen Beamte zu unbedingten Freiheitsstrafen von sechs bis zwölf Monaten. Die Angeklagten waren dem Prozess allerdings fern geblieben.

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