Ein französischer Hallenfußball-Nationalspieler wehrt sich seit mehreren Monaten gegen eine äußerst ungewöhnliche 91-Jahre-Sperre. Wie nun einer breiten Medien-Öffentlichkeit bekanntwurde, war Ali Bedredine vom Verband FFF aus dem Verkehr gezogen worden, weil er zwei Spiel-Lizenzen bei konkurrierenden Organisationen hatte.

"Das war ein Fehler des Verbandes", beteuerte der 31-Jährige am Dienstag in einem Interview des Online-Fachmagazins "Chronofoot". Medien beklagen die Unverhältnismäßigkeit der Strafe im Vergleich zu Sanktionen für "Knochenbrecher" und andere Rabauken im Profi-Sport: "Und was hätte dann mit (Nicolas) Anelka passieren müssen?", so das Blatt "Le Post" in Anspielung auf den Ex-Nationalstürmer, der bei der WM in Südafrika den damaligen Coach Raymond Domenech obszön beschimpft hatte und eine 18-Spiele-Sperre bekam. "Und bei Chelsea darf Anelka jedes Wochenende weiter spielen", meinte Bedredine.

Bedredine hatte tatsächlich zwei Lizenzen, eine beim Verein Champs Futsal, der unter der Ägide des FFF antritt, und eine zweite bei einem Club, der der Futsal-Organisation UNCF angehört. Der Spieler und auch die UNCF meinen, es gebe keine Regel, die Spieler-Einsätze bei beiden Verbänden gleichzeitig untersage. "Das sind zwei verschiedene Sachen. Das ist so, als ob man mir verbieten will, gleichzeitig Tennis und Schwimmen auszuüben", klagte Bedredine.

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