Der erste Prozess um den größten Wettskandal im europäischen Fußball kommt nicht in Fahrt. Anträge auf Einstellung des Verfahrens durch die Verteidigung hat das zuständige Bochumer Landgericht am Mittwoch zwar zurückgewiesen, die Anwälte der Angeklagten haben jedoch umgehend eine weitere Unterbrechung erreicht. Ob die Anklageschrift am Mittwoch überhaupt noch verlesen wird, war noch unklar.

Den vier Angeklagten wird vorgeworfen, in die Manipulation von über 30 Fußballspielen verwickelt zu sein. Die Wettgewinne sollen sich auf rund 1,6 Millionen Euro belaufen. Aus einem Beschluss des Gerichts wurde außerdem bekannt, dass die mutmaßlich manipulierten Spiele von der Gruppe auch live beobachtet worden sind.

Genannt wurde die U19-Partie zwischen VfL Bochum und Arminia Bielefeld vom 31. Oktober 2009. In einer richterlichen Stellungnahme hieß es: "Der Zweck der Spielbeobachtung bestand in der laufenden Unterrichtung per Mobiltelefon, um Live-Wetten zu platzieren oder durch Handzeichen auf bestochene Spieler Einfluss zu nehmen."

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