Frankreichs Fußball-Nationalteam plant in der EM-Qualifikation den nächsten Schritt aus der Krise. Gegen Rumänien wollen die "Bleus" am Samstag (21.00 Uhr/live Eurosport) im Stade de France auch die heimischen Fans wieder einmal mit einem Erfolgserlebnis beglücken. Ermöglichen soll dies das von Teamchef Laurent Blanc erstmals gemeinsam aufgebotene Kreativ-Duo Samir Nasri und Yoann Gourcuff.

Der zuletzt gesperrte Lyon-Spielmacher Gourcuff soll gemeinsam mit Arsenals Nasri im Mittelfeld die Fäden ziehen. In Frankreich wurden deshalb bereits Vergleiche mit dem Duo Zinedine Zidane und Youri Djorkaeff gezogen, das der "Grande Nation" 1998 den WM-Titel gesichert hatte. Ob die beiden Jungstars aber zueinander passen, wird sich erst weisen. "Niemand zwingt uns dazu, auf einen echten Spielmacher zu setzen. Aber Spieler, die das Team besser machen, sind immer gern gesehen. Samir und Yoann können diese Rolle beide ausfüllen", meinte Blanc.

Zu schaffen machte dem Weltmeister von 1998 die Heimmisere. Seit fast einem Jahr konnten die Franzosen in St. Denis nicht mehr gewinnen. Auch der Start ins Rennen um die EM-Teilnahme 2012 in Gruppe D fiel mit einem 0:1 gegen Weißrussland im Pariser Vorort beschämend aus. Zumindest gelang Frankreich mit einem 2:0 in Bosnien-Herzegowina Schadenbegrenzung. Um die Aufgabe gegen Rumänien zu bewältigen, holte Blanc sogar einen Mentalbetreuer ins Team und stellte klar: "Das Stade de France muss wieder unser Stadion werden."

Der 44-Jährige baut gegen die noch ungeschlagenen Osteuropäer (zwei Remis) erneut auf Karim Benzema, obwohl der Real-Stürmer am Montag zu spät ins Teamcamp in Clairefontaine eingerückt war. Verletzungsbedingt nicht dabei ist Bacary Sagna von Arsenal, seinen im Kader stehenden Clubkollegen Abou Diaby plagt eine Knöchelverletzung. Weiter nicht dabei sind die WM-Rebellen Patrice Evra, Jeremy Toulalan und Eric Abidal.

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