Der deutsche Fußball-Zweitligist TSV 1860 München macht sich Sorgen um seinen seit einer Woche spurlos verschwunden Spieler Savio Nsereko. "Das ist ein ernsthaftes Thema", sagte "Löwen"-Geschäftsführer Robert Niemann dem Online-Portal der Münchner "tz". Der Kontakt ist seit dem vergangenen Donnerstag abgerissen. Auf der Suche nach dem 21-Jährigen hat der Verein die Polizei eingeschaltet.

Bei einem Besuch am Dienstag in Nserekos Haus in München hatten die Beamten den Stürmer nicht angetroffen, ließen aber danach verlauten, dass es Nsereko gut gehe. Dies basierte jedoch lediglich auf den Aussagen seiner Familie. "Wir haben noch keine Anzeige von der Vermisstenstelle bekommen", erläuterte Polizeisprecher Peter Reichl in der "tz". Am Mittwochnachmittag sollten Familienangehörige befragt werden.

Der vom AC Fiorentina ausgeliehene Nsereko war am Donnerstag das erste Mal nicht zum Training erschienen und ist seitdem spurlos verschwunden. Kurz zuvor hatte der Spieler seinem Club noch mitgeteilt, sein Bruder sei in Uganda ermordet worden. Zunächst gab es keine Bestätigung für diese Aussage. Später stellte sich aber heraus, dass der Bruder Savios tatsächlich Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Das bestätigte die Mutter der Beiden.

Weil Nsereko weiterhin kein Lebenszeichen von sich gab, wandte sich 1860 am Dienstag an die Öffentlichkeit und die Medien, den Club bei der Suche nach seinem Angestellten zu unterstützen. Auch am Mittwoch fehlte Nsereko beim Training der "Löwen".

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