Die Übernahmeschlacht um Englands Fußball-Rekordmeister Liverpool entwickelt sich zur Farce. Eine Einstweilige Verfügung gegen den Deal nahmen die bisherigen Besitzer Tom Hicks und George Gillett zwar am Freitag zurück. Zugleich versuchte Hicks jedoch anscheinend, mit einem Verkauf seiner Anteile an einen Hedgefonds Liverpool zu schaden.

Der Club-Vorstand hatte bereits den Verkauf des Vereins an das US-Unternehmen New England Sports Venture (NESV) beschlossen. Die US-Geschäftsleute Hicks und Gillett wehren sich jedoch mit aller Macht dagegen.

NESV-Chef John Henry bezeichnete den jüngsten Schachzug der Noch- Besitzer am Freitag in London als "letzten, verzweifelten Versuch". Zuvor hatte der Londoner High Court am Donnerstagabend erneut zugunsten des Liverpool-Vorstands und der Gläubigerbank Royal Bank of Scotland (RBS) entschieden und den Weg für den Deal geebnet. "Wir sind beinahe am Ziel", erklärte Clubchef Martin Broughton in der Nacht auf Freitag.

Mit dem schnellen Verkauf an NESV für 300 Millionen Pfund (341 Mio. Euro) wollen die "Reds", die derzeit in der Premier League auf einem Abstiegsplatz rangieren, die drohende Insolvenz abwenden. Am Freitagabend ist die Rückzahlung eines Millionen-Darlehens an die RBS fällig. Eine Zahlungsunfähigkeit könnte zu einem Abzug von neun Punkten führen.

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