Der serbische Fußballverband hat nach dem Abbruch des EM-Qualifikationsspiels in Genua eine Neuaustragung gefordert. "Der Gastgeber ist verantwortlich für die Veranstaltung", sagte FSS-Präsident Tomislav Karadzic am Freitag. Der Funktionär erklärte, dass der Verband die Behörden in Rom vor den Krawallmachern gewarnt habe.

Bei einem Treffen mit UEFA-Boss Michel Platini am Montag soll die Forderung vor dem europäischen Fußballverband vorgetragen werden. "Wir sind nicht optimistisch was die Urteilsverkündung angeht, aber wir werden versuchen, unseren Fall vorzutragen. Wir wollen klarstellen, dass der FSS alles in seiner Macht stehende unternommen hat", meinte Karadzic. Er verurteile die Handlungen der serbischen Hooligans natürlich, trotzdem seien die Vorkommnisse auch auf ein Versagen des italienischen Verbandes zurückzuführen.

Der Sicherheitsbeauftragte des serbischen Verbandes, Milivoj Mirkov, meinte: "Die polizeilichen Maßnahmen der italienischen Behörden waren schwach. Sowohl außerhalb des Stadions, als auch nachdem die Krawalle losgegangen sind."

Bei der EM-Qualifikationspartie Italien gegen Serbien war es am Dienstag auf der Tribüne der Gäste-Fans zu schweren Ausschreitungen gekommen, weshalb das Match nach sieben Minuten abgebrochen werden musste.

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