Das US-amerikanische Bewerbungskomitee hat am Freitag die Kandidatur für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 zurückgezogen. Stattdessen werde der Fokus nun ausschließlich auf die Veranstaltung des WM-Turniers 2022 gerichtet. Laut FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke zeichnet sich für 2018 die Tendenz hin zu Europa ab.

"Wir haben schon seit geraumer Zeit mit der FIFA und der UEFA über die Möglichkeit gesprochen, uns auf das Bewerbungsverfahren für 2022 zu konzentrieren, eine Option, auf die wir oft hingewiesen haben", betonte Sunil Gulati, der Präsident des Komitees sowie des US-Fußballverbands. "Wir sind sicher, dass dies im Interesse der US-amerikanischen Kandidatur ist."

Im Rennen für 2018 sind mit Belgien/Niederlande, England, Russland und Spanien/Portugal noch vier europäische Bewerber. Da gemäß FIFA-Statuten die Weltmeisterschaft nicht zweimal hintereinander auf demselben Kontinent stattfinden darf, stehen für 2022 noch Australien, Japan, Südkorea, Katar und die USA zur Wahl. "Die Fokussierung der USA auf die Weltmeisterschaft 2022 ist eine willkommene Geste, die von der FIFA sehr geschätzt wird", erklärte Valcke am Freitag.

Das FIFA-Exekutivkomitee wird am 28. und 29. Oktober in Zürich u. a. über das definitive Verfahren für die Wahl der Gastgeber der WM-Endrunden 2018 und 2022 beraten.

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