IOC-Präsident Jacques Rogge hat die Schritte von FIFA-Präsident Joseph Blatter in der Korruptionsaffäre begrüßt. "Ich denke, er hat die richtigen Maßnahmen ergriffen, indem er nicht nur die Fälle der beiden Exekutiv-Mitglieder untersucht, sondern das ganze System. Genauso hat es Juan Antonio Samaranch gemacht", sagte der Boss des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Mittwoch in Acapulco.

Samaranch, verstorbener Ex-Präsident des IOC, hatte beim IOC-Bestechungsskandal vor der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2002 an Salt Lake City ebenfalls eine Untersuchungskommission eingesetzt, die korrupten Mitglieder zur Verantwortung gezogen und zum Teil sogar ausgeschlossen. Zudem richtete der Spanier eine Ethik-Kommission ein und setzte strukturelle Änderungen in der Bewerbungsphase durch. Bis auf die Evaluierungs-Kommission dürfen IOC-Mitglieder bis heute weder die Kandidatenstädte besuchen noch persönliche Geschenke annehmen.

"Die FIFA wird aus dieser Sache die nötigen Lektionen lernen", meinte Rogge weiter. Einen Ratschlag an den Fußball-Weltverband wolle er aber nicht geben. Sportverbände wie die FIFA oder das IOC sind vom Schweizer Korruptionsstrafrecht ausgenommen.

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