Streit und Intrigen ohne Ende: Knapp vier Monate nach dem WM-Fiasko der "Bleus" kommt der französische Fußball auch nach den jüngsten Länderspielsiegen der Nationalelf nicht zur Ruhe. Aufgrund heftiger interner Kritik wäre der Interimspräsident des Verbandes, Fernand Duchaussoy, in dieser Woche fast zurückgetreten, schrieb am Donnerstag "L'Equipe".

Eine Woche vor dem von Staatspräsident Nicolas Sarkozy nach dem Debakel von Südafrika für den 28. und 29. Oktober anberaumten Fußball-Gipfelforum ist der Ärger noch längst nicht ausgestanden. "Wenn man nicht hinter mir steht, dann gehe ich", warnte Duchaussoy im Interview mit der Zeitung "Le Parisien". Der Hintergrund: FFF-Schatzmeister Bernard Desumer hatte die Arbeit von Duchaussoy am Mittwoch in "L'Equipe" heftig angeprangert. Desumer beschwerte sich, dass der Chef sich fast ausschließlich von verbandsfremden Personen beraten lasse.

Der 67 Jahre alte Unternehmer Duchaussoy war im Juli als Nachfolger des wegen des WM-Debakels zurückgetretenen Jean-Pierre Escalettes zum vorläufigen Verbandschef gewählt worden. Bei der FFF-Generalversammlung am 18. Dezember soll endgültig über den starken Mann des französischen Fußballs entschieden werden.

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