Der Fußball-Weltverband hat am Mittwoch seinen Evaluierungsbericht zu den neun Bewerbungen für die WM-Endrunden 2018 und 2022 veröffentlicht. Die FIFA kommt darin unter anderem zu der Erkenntnis, dass die große Hitze in der Wüste von Katar ein Gesundheitsrisiko für die Spieler darstellen könnte. Die WM 2022, um die sich der Wüstenstaat beworben hat, würde während der heißesten Monate stattfinden.

Neben der Hitze spreche auch die mangelnde Größe des Landes gegen eine Austragung. "Zehn von zwölf Stadien befinden sich innerhalb von 25-30 Kilometern. Das könnte eine operative und logistische Herausforderung darstellen", steht im Bericht.

Für 2018 stellt die FIFA unter anderem fest, dass die Bewerbungen von England sowie Spanien/Portugal als nahezu risikolos gelten, wohingegen Russland noch vor großen Herausforderungen hinsichtlich der Infrastruktur stehe. Am 2. Dezember soll die Entscheidung über die Vergabe in Zürich bekanntgegeben werden.

Die WM 2018 findet wieder in Europa statt. Beworben haben sich England, Russland und als gemeinsame Ausrichter jeweils die Niederlande mit Belgien sowie Spanien mit Portugal. Beide Doppelbewerbungen wurden auch für 2022 abgegeben.

Außerdem stehen Australien, Japan, Südkorea, Katar und die USA zur Debatte, den Zuschlag dürfte dann eine außereuropäische Kandidatur erhalten. Jeder mögliche Ausrichter ist zwischen Juli und September von den FIFA-Inspektoren vier Tage lang unter die Lupe genommen worden.

Der Bewerbungsablauf wurde von Korruptionsvorwürfen und Streitereien zwischen einzelnen Kandidaten überschattet. Derzeit sind zwei FIFA-Exekutivmitglieder, Amos Amadu aus Nigeria und Reynald Temarii aus Tahiti, wegen des Verdachts der Bestechlichkeit suspendiert. Am Donnerstag will die Ethikkommission der FIFA einen offiziellen Bericht über die Vorwürfe vorlegen.

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