Der Finne Janne Ahonen und die Deutschen Michael Neumayer und Pascal Bodmer dürfen ihre neuen Sprungski der Marke Sport 2000 in Kuusamo nicht wie erhofft einsetzen. In einem Gespräch zwischen Vertretern der Firma Fischer, die den neuen Ski in Lizenz erzeugt, und dem FIS-Marketingchef Pascal Looze gab es am Freitag keine Einigung.

Wir sind der Meinung, dass der Ski nicht dem Reglement entspricht", erklärte Looze gegenüber der APA. Fischer stellte sogar einen Rückzug in den Raum.

Die Skifirma aus Ried will ihr kostenintensives Engagement im Sprungsport mit einer neuen Marke absichern. Die Lizenzproduktion für Sport 2000 widerspricht aber der FIS-Regel, die besagt, dass nur der als Hersteller anerkannt wird, der die Ausrüstung auch in Eigenregie erzeugt. Dies treffe in diesem Fall nicht zu.

Thomas Drindl, der Spartenchef Nordisch bei Fischer, hoffte weiterhin auf eine Einigung noch in dieser Saison. "Wir sehen durchaus Möglichkeiten, spätestens bei der Tournee präsent zu sein", sagte Drindl zur APA. Am Vortag hatte Fischer für den Fall einer Ablehnung sogar ein Überdenken seiner Aktivitäten im Sprungsport in den Raum gestellt.

Fischer rüstet im Sprungsport und der Nordischen Kombination rund 90 Prozent der Athleten aus. "Wir stehen zu unseren Verträgen", betonte Drindl am Freitag, meinte aber, im schlimmsten Fall sei eine Limitierung der Produktion oder der Rückzug aus einer der Sparten möglich.

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