Der Winterkönig in der Erste Liga heißt doch Admira. Die Kühbauer-Elf, die immerhin von der 6. bis zur 19. Runde geführt hatte, löste am Freitag mit dem klaren 5:1-Heimsieg im NÖ-Derby gegen St. Pölten und der 1:2-Niederlage der Altacher bei der Lustenauer Austria den Rivalen an der Tabellenspitze ab und geht mit drei Punkten Vorsprung in die Pause.

Benjamin Sulimani köpfelte bereits in der 6. Minute nach Ecke von Plassnegger das 1:0, dem Friesenbichler in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 2:0 folgen ließ. Nach der Pause trafen Jezek (49.), Sulimani (76.) und Sabitzer (86.) bzw. Wojtanowicz aus einem Foulelfer (78.). Damit ging die Erfolgsserie der St. Pöltner, die neun Spiele ungeschlagen gewesen waren, mit einer Schlappe zu Ende.

Die Hausherren zeigten sich nach ihren jüngsten Niederlagen (Heim-0:1 gegen den WAC/St. Andrä und 0:4-Debakel in Altach) wieder von ihrer besten, sprich effektiven Seite. Denn die St. Pöltner zeigten bei Schneetreiben lange Zeit das gefälligere Spiel, vermochten aber ihre Angriffe einfach nicht erfolgreich abzuschließen. Ganz anders die Gastgeber. Dem 1:0 durch Sulimani folgte erst in der 38. (diesmal fiel der Kopfball des Schützenleaders nach Corner von Plassnegger zu schwach aus) eine weitere Möglichkeit.

Ein Doppelschlag unmittelbar vor und nach der Pause entschied das Match endgültig zugunsten des Favoriten. Zunächst schloss Friesenbichler nach Vorarbeit von Bichelhuber, der sein Saisondebüt gab, und vor allem Schachner, der Keusch aussteigen ließ und ideal für den langen Stürmer auflegte, in der vierten Minute der Verlängerung den besten Admira-Angriff mit einem Flachschuss in die linke Ecke zu seinem fünften Saisontor ab. Dann traf Jezek mit einem erfolgreichen Solo gegen Kotynski und Popp mit einem Flachschuss in die lange Ecke zum 3:0 (49.) und hat nun auch schon neun Tore auf dem Konto. Unmittelbar vorher hatte Wojtanowicz nach Pass von Zellhofer die bis dahin größte Chance der Gäste vergeben.

Damit war der Torreigen aber noch nicht beendet. In der 76. Minute schoss Sulimani sein 16. Saisontor, als er nach Doppelpass mit Friesenbichler allein vor dem Gästetor auftauchte. Der Linienrichter hatte zunächst beim Pass auf Friesenbichler fälschlich abseits angezeigt, Referee Schmid gab aber nach Reklamation den Treffer. Kurz darauf legte Cemernjak Gravogl im Strafraum und Wojtanowicz, der wenig später auch noch die Stange traf, verwertete souverän. Den Schlusspunkt setzte dann der eingewechselte Sabitzer in der 86. Minute.

Zur vierminütigen Verlängerung war es gekommen, nachdem Admira-Keeper Hans-Peter Berger nach einem Schnittball mit Zellhofer in der 43. Minute eine Verletzung am linken Arm erlitt, ausschied und durch Tischler ersetzt wurde. Zellhofer seinerseits war kurz vorher für Fröschl gekommen, der nach einem rustikalen Einsatz von Berger (33.) acht Minuten später angeschlagen ausgetauscht wurde.

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