Die englische Bewerbung um die Ausrichtung der Fußball-WM 2018 hat am Vorabend der Vergabe einen Dämpfer erhalten. Schwere Zuschauer-Ausschreitungen nach dem Abpfiff des Ligacup-Achtelfinales zwischen Birmingham City und Aston Villa (2:1) überschatteten das Stadtderby. "Das wirft uns in dunkle Zeiten zurück," kommentierte City-Trainer Alex McLeish fassungslos die wüsten Szenen.

Der Verband (FA) verurteilte die Krawalle auf das Schärfste und kündigte eine Untersuchung an. McLeish glaubte aber nicht, dass sich die Vorfälle in St. Andrews Stadion auf die WM-Vergabe in Zürich ausgewirkt habe. "Ich bin mir sicher, dass schon alles entschieden ist," sagte er wenige Stunden vor der Entscheidung durch die FIFA-Exekutive in Zürich. Nach dem Schlusspfiff waren Hunderte City-Fans auf den Rasen Richtung Villa-Anhäger gestürmt. Die "Angreifer" feuerten Leuchtraketen auf die "Gäste", die sich mit herausgerissen Sitzen zurückschlugen.

Hunderte Polizisten musste eingreifen, um die Ruhe wiederherzustellen. Laut Angaben der Behörden wurden fünf Personen verhaftet und 14, darunter vier Beamte, zur Behandlung ihrer Verletzungen in ein Spital gebracht. Zwei Polizeihunde wurden von Raketen getroffen. Die Krawalle setzten sich in der Nähe des Stadions fort, ein Pub und etliche Autos wurden beschädigt.

Birmingham City steht gemeinsam mit Ipswich Town, Arsenal und West Ham United im Halbfinale des englischen Fußball-Ligacups. City trifft nun auf ManU-Bezwinger West Ham, Favorit Arsenal bekommt es mit Zweitligist Ipswich zu tun. Die Hin- und Rückspiele werden in den Wochen ab 10. bzw. 24. Jänner ausgetragen. Titelverteidiger Manchester United kam im Londoner Upton Park 0:4 unter die Räder.

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