Josef Hickersberger, der nicht nur die Fußball-Szene am Persischen Golf kennt, hat die Vergabe der Fußball-WM 2018 und 2022 durch die FIFA an Russland bzw. Katar begrüßt. Vor allem der Zuschlag für die Monarchie, wo er schon einmal als Trainer des SC Al Ittihad (2001/02) gearbeitet hat, gefällt ihm. "Das ist eine vernünftige wirtschaftliche Entscheidung gewesen", meinte der frühere ÖFB-Teamchef.

Russland und das Land auf der arabischen Halbinsel hätten das nötige Geld, um ein derart großes Ereignis zu veranstalten. Der Coach, der derzeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit seinem SSC Al Wahda in der Vorbereitung auf die FIFA-Vereins-WM in Abu Dhabi (ab 8. Dezember) steckt, fragte, warum man Spanien oder Portugal, die vor dem finanziellen Bankrott stünden und den Schutzschirm der EU benötigten, die WM in knapp acht Jahren hätte geben sollen.

Der Niederösterreicher ist überzeugt, dass Katar die modernsten Stadien der Welt mit Vollüberdachung, Klimatisierung, WLAN etc. zur Verfügung haben werde. "Dieses Turnier wird alle denkbaren Errungenschaften, die die Technik in zwölf Jahren bietet, haben. Das wird der modernste Schauplatz sein. Keine Arena wird mehr als eine Stunde von der Hauptstadt Doha entfernt liegen. Es wird ein wunderbares Turnier werden," glaubt der 62-Jährige.

Für Touristen hat die Vergabe an Kater freilich eine Schattenseite. "Wer glaubt, man kann dort an den Stränden Sonnenbaden, der täuscht sich. Zur WM-Zeit herrschen dort 50 Grad Hitze - nicht in der Sonne, sondern im Schatten", warnte Hickersberger.

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