Nach der kläglich gescheiterten Bewerbung um die Fußball-WM 2018 hat der kommissarische Vorsitzende des englischen Fußballverbands FA, Roger Burden, seine Bewerbung um den FA-Vorsitz zurückgezogen. "Mir ist klar, dass ein wichtiger Teil des Amtsführung die Zusammenarbeit mit der FIFA ist. Ich bin nicht bereit, mit Leuten zu tun zu haben, denen ich nicht trauen kann", erklärte der 64-Jährige.

Burden hatte das Amt nach dem Rücktritt von David Triesman im Mai kommissarisch übernommen und galt als aussichtsreichster Kandidat für die dauernde Nachfolge an der Spitze des ältesten Fußballverbandes der Welt. Englands Bewerbung hatte am Donnerstag bei der Abstimmung der FIFA-Exekutive nur zwei von 22 Stimmen erhalten. Der WM-Gastgeber von 1966 war in der ersten Runde ausgeschieden, die Bewerbungskampagne "England2018" hatte mit mindestens acht Stimmen gerechnet. Russland (2018) und das Golfscheichtum Katar (2022) erhielten den Zuschlag.

Burden meinte, dass die FIFA-kritische Berichterstattung britischer Medien wie "Sunday Times" und BBC eine Rolle bei Englands Niederlage gespielt haben könnte. "Wir haben eine freie Presse in unserem Land, und wir alle müssen von Zeit zu Zeit mit kritischen Kommentaren leben", sagte Burden. Der englische Fußball profitiere aber von der Arbeit der Medien.

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