Englands Bewerbung für die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 war durch die Aufdeckungsstorys der englischen Medien im Vorfeld der Entscheidung zum Scheitern verurteilt. Diese Einschätzung bestätigte das FIFA-Exekutivmitglied Junji Ogura am Dienstag. Wie Japans Verbandspräsident verriet, seien einige Personen im Exekutivkomitee "sehr verärgert".

Grund dafür: In der Tageszeitung "Sunday Times" und dem Fernsehsender BBC wurden Korruptionsvorwürfe gegen den Weltverband geäußert. "Ich kann nur bestätigen, dass die Reportagen sicherlich einen größeren Einfluss auf die englische Bewerbung hatten. Daran besteht kein Zweifel", meinte Ogura. In FIFA-Kreisen seien auch Klagen gegen die betreffenden Medien überlegt worden.

England war mit nur zwei von 22 Stimmen im ersten Wahldurchgang klar gescheitert, das Rennen machte am Ende Russland. Wie Ogura auch bestätigte, stimmten die vier "asiatischen" Kandidaten für 2022 (Japan, Südkorea, Australien, Katar) in der entscheidenden Runde geschlossen für das Emirat. Katar hatte sich im finalen Duell mit den USA klar 14:8 durchgesetzt.

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