Härter als es das Resultat vermuten ließe hat sich der von Josef Hickersberger betreute SSC Al Wahda, der Fußball-Meister der Vereinigten Arabischen Emirate, am Mittwoch zum Auftakt der FIFA-Vereins-WM in Abu Dhabi gegen Ozeanien-Champion Hekari United FC aus Papua-Neuguinea getan. "Die Exoten waren weit besser als ich sie im November beobachtet habe", so der EX-ÖFB-Teamchef nach dem 3:0-Sieg.

Der Trainer war vor allem über die körperlich sehr gute Verfassung der Gäste überrascht. Außerdem waren zwei starke Spieler in der Mannschaft, die "Hicke" bei seiner Spionagereise nach Papua-Neuguinea nicht gesehen hatte. "Hekari hat sehr körperbetont, teilweise mit Pressing und langen Bällen nach vorne gespielt, wo sie zwei Riesen im Angriff hatten. Und weil wir sehr nervös waren, taten wir uns in den ersten 25 Minuten recht schwer", sagte Hickersberger.

Nach einem Doppelschlag kurz vor der Pause war die Partie aber entschieden, und am Ende applaudierte dann auch FIFA-Präsident Joseph S. Blatter, der unter den 25.000 Zuschauern auf der Tribüne des Scheich-Zayed-Stadions saß. Das erste Etappenziel haben "Hickes" Männer mit dem Erfolg bereits erreicht. Sie sind besser als der FC Al Ahli, der im Vorjahr als VAE-Meister gleich nach dem ersten Spiel (0:2 gegen Auckland City) aus dem Turnier flog. Besser als der Rivale zu sein, hat laut Hickersberger Al Wahda belastet. "Uns hatten alle ein ähnliches Schicksal prophezeit."

Jetzt blicken alle nach vorne. Am Samstag (17.00 Uhr MEZ) folgt das Duell mit Seongnam Illhwa. "Die Südkoreaner sind Asien-Cup-Sieger, eine andere Liga, haben alle Großen aus dem saudi-arabischen Raum geschlagen. Sie sind Favorit und wir natürlich Außenseiter - aber nicht chancenlos und für die Aufgabe gerüstet", meinte Hickersberger, der mit seinen Schützlingen von einem Halbfinale gegen Europas Champions-League-Gewinner Inter Mailand träumt. Dieses würde am Mittwoch (18.00 Uhr MEZ) stattfinden.

Der Hausherren ließen vor dem Duell mit den Südkoreanern nichts unversucht. Am vergangenen Freitag haben sie gegen Al Shabab aus Riad ein Testspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. Die Saudis waren nicht irgendein Gegner, sondern ein ganz spezieller. Sie schieden im Halbfinale der Asien-Qualifikation nach einem 4:3 daheim und einem 0:1 auswärts gegen Seongnam Illhwa aus. "Von meinem Trainerkollegen von Al Shabab habe ich Infos und Tipps bekommen", verriet Hickersberger. Der Ausgang des Testspiel war nicht so wichtig gewesen.

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