Vier Jahre nach seinem weltberühmten Kopfstoß im WM-Finale 2006 hat Zinedine Zidane seinem Provokateur Marco Materazzi die Hand geschüttelt. "Zizou" und der italienische Verteidiger waren sich im November zufällig in einem Hotel begegnet, als Zidane als Berater von Real Madrid für ein Champions-League-Spiel beim AC Milan in Mailand weilte. Das bestätigte Materazzi am Donnerstag.

"Was gesagt wurde, bleibt unter uns", sagte Materazzi über das Treffen. "Sagen wir so: Es habe hauptsächlich ich gesprochen, und als er am Ende seine Hand ausgestreckt hat, habe ich sie fest geschüttelt, bis er mir genau in die Augen geschaut hat."

Materazzi hatte Zidane in dessen letztem Spiel seiner Karriere in der Verlängerung mit einer schweren Beleidigung seiner Schwester zu einer Tätlichkeit provoziert. Frankreich unterlag nach dem Ausschluss seines Spielmachers im Elfmeterschießen. Zuvor hatten Zidane und Materazzi jeweils ein Tor zum 1:1-Endstand beigesteuert.

Das Zusammentreffen mit Zidane bereitete Materazzi, der sich in dem Hotel eigentlich nur mit seinem zu Real abgewanderten Ex-Trainer Jose Mourinho treffen wollte, offensichtlich große Freude. "Es war genau das, was ich wollte. Es war großartig für mich", erklärte das Inter-Raubein. "Bei ihm weiß ich das nicht so genau."

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