Der für das Wochenende geplante Streik der italienischen Fußball-Profis ist laut der Spielergewerkschaft endgültig vom Tisch. Nach einer weiteren Verhandlungsrunde wurde ein neuer Kollektivvertrag unterzeichnet. Darin ist u.a. festgehalten, dass Spieler mit einem gültigen Profivertrag mit der ersten Mannschaft trainieren dürfen müssen und Transfers gegen den Willen der Spieler nicht erlaubt sind.

Eine grundsätzliche Einigung war schon am Dienstag erfolgt. Die Gewerkschaft hatte wegen der Methoden der Clubs damit gedroht, die 16. Runde der Serie A am Wochenende zu bestreiken. Der neue Kollektivvertrag sieht auch vor, dass Gehälter leistungsbezogener konstruiert sind. "Die Gewerkschaft bedankt sich bei den Spielern, die ein großes Maß an Verantwortung gezeigt haben, um ihre professionelle Würde und die grundlegenden Rechte aller Arbeiter zu verteidigen", hieß es in einer Stellungnahme.

Der italienische Teamstürmer Antonio Cassano etwa war nach Unstimmigkeiten mit den Besitzern von Sampdoria Genua verbannt worden. Ein Urteil, ob sich der 28-Jährige damit ablösefrei einen neuen Club suchen darf, steht allerdings noch aus. Einen ähnlichen Fall hat Inter-Stürmer Goran Pandev hinter sich. Der Mazedonier war von seinem Ex-Club Lazio Rom dazu gezwungen worden, mit einem Jugendteam zu trainieren. Nach dem Urteil eines Schiedsgerichtes durfte er im Winter ablösefrei zu Inter wechseln.

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