Die österreichischen Biathlon-Herren hegen beim Heimweltcup in Hochfilzen für den abschließenden Staffelbewerb am Sonntag aufgrund des gezeigten Aufwärtstrends berechtigte Hoffnungen auf einen Stockerlplatz . Ein umjubelter Heimsieg wie in den vergangenen zwei Jahren wird für die Olympiasilbermedaillengewinner angesichts der derzeitigen Dominanz der Norweger aber wohl kaum zu wiederholen sein.

Die ÖSV-Staffelbilanz aus den vergangenen fünf Jahren ist jedenfalls beachtlich. Zu den zwei Siege bei den jüngsten Auflagen kommen noch ein zweiter Platz bei der Doppel-Veranstaltung 2008 und ein dritter Rang bei der WM 2005 hinzu.

Die Leistungssteigerungen aller Staffelmitglieder lassen für den ersten Teambewerb der Saison einiges erwarten. Vergessen sind die zum Großteil einer Trinkwasserverunreinigung geschuldeten schlechten Ergebnisse beim Weltcupauftakt. "Wir haben hier in den letzten zwei Jahren gewonnen, wir werden uns in der Staffel sicher keine Blöße geben. Wenn jeder seine Leistung bringt, werden wir sicher ganz vorne mitmarschieren", sagte Christoph Sumann stellvertretend für das ÖSV-Quartett.

Auch Cheftrainer Reinhard Gösweiner sieht seine nach den Gesundheitsproblemen wiedererstarkte Mannschaft in einer guten Ausgangslage. "Das Selbstvertrauen müsste wieder da sein. Wenn wir die Rennen zuvor gut verkraften, ist die Ausgangsposition für die Staffel schon wesentlich besser als vor einigen Tagen", bekräftigte Gösweiner im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. Sein Team könne deshalb sicher in den Kampf um die Stockerlplätze eingreifen. "Wir waren im Sprint die zweitstärkste Nation nach Norwegen und ich gehe schon davon aus, dass wir uns noch steigern können", ist Gösweiner motiviert.

In der Vorsaison hatte das rot-weiß-rote Quartett bei vier Weltcupbewerben als Vierter nur in Oberhof das Podest verpasst. Beim Saisonhöhepunkt in Vancouver mussten sich die Österreicher wie bei der WM 2009 lediglich Norwegen geschlagen geben. Im Vorjahr waren die Norsker in Hochfilzen hingegen nur Fünfte, traten dabei aber nicht in Bestbesetzung an. Derzeit agieren die Skandinavier um Altmeister Ole Einar Björndalen, Emil Hegle Svendsen und Tarjei Bö aber in einer eigenen Liga und wären auch mit einem halben B-Team die Topfavoriten.

Neben den in bis dato zwölf in Hochfilzen ausgetragenen Bewerben fünfmal siegreichen Norwegern müssen die ÖSV-Skijäger aber auch mit den Staffeln aus Frankreich, Russland, Schweden und Deutschland rechnen.

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