Nach dem Wirbel um eine angebliche Wett- und Spielmanipulation der deutschen Bundesliga-Partie zwischen dem früheren Verein von ÖFB-Teamspieler Christian Fuchs, VfL Bochum, und Energie Cottbus in der Saison 2008/09 wird nun doch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) aktiv. Das kündigte DFB-Präsident Theo Zwanziger am Mittwoch in der "Bild"-Zeitung an.

"Man muss zwar Verdachtsmomente aus dem kriminellen Milieu mit Distanz betrachten. Der Kontrollausschuss wird aber die Meldungen genau verfolgen, das fragliche Spiel nach eventuellen Unregelmäßigkeiten untersuchen", so Zwanziger.

DFB-Sprecher Ralf Köttker bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse Agentur, dass sich der Verband mit dem Fall beschäftige. "Der Kontrollausschuss wird das vorliegende Material sichten und steht dabei in engem Kontakt zur Staatsanwaltschaft in Bochum", sagte Köttker am Mittwoch. Noch am Vortag hatte eine DFB-Untersuchung des Falls als eher unwahrscheinlich gegolten.

Das italienische Sport-Fachblatt "Gazzetta dello Sport" hatte in der vergangenen Woche aus Anti-Mafia-Ermittlungsakten zitiert, in denen ein Ex-Profi damit prahlt, den Ausgang der Partie Bochum - Cottbus (3:2) am 28. Februar 2009 schon vor dem Abpfiff gewusst zu haben. Das entscheidende Tor fiel damals elf Minuten vor Schluss durch einen umstrittenen Foulelfmeter. Fuchs hatte für die Hausherren den Ausgleich zum 2:2 erzielt.

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